Die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH möchte Busreiseunternehmer aus den alten Bundesländern nach Sachsen locken. Dafür organisierte die Tourismusmarketingorganisation, die im Auftrag des Sächsischen Wirtschaftsministeriums agiert, für das kommende Wochenende eine Studienreise für potenzielle Bustouristiker. Die Tour steuert sehenswerte „Seitensprünge“ entlang der Elbe an und macht unter anderem auch in Grimma Halt.

Ein straffes Programm ereilt die rund zwanzig Teilnehmer aus Würzburg, Giessen, Darmstadt, Köln, Hamm oder Frankfurt am Main. An den ersten beiden Tagen zielt der Bus Meißen, Moritzburg, Pillnitz und Pirna an. Am Sonntag geht es weiter nach Torgau. Den Nachmittag verbringen die Teilnehmer in Grimma. Hier statten sie dem Göschenhaus einen Besuch ab, erkunden die Altstadt und werfen noch einen Blick in die Denkmalschmiede Höfgen. Den Abend verbringen die Gäste im Kloster Nimbschen. Gern hätten die Organisatoren noch sehenswerte Stationen wie Schloss Döben oder die Muldenschifffahrt auf die Liste genommen, leider fielen die Punkte der strengen Zeitmaßgabe zu Opfer.

Kurz- und Städtereisen sowie der Ausflugsverkehr entwickelten sich laut Veranstalter positiv. Jährlich fahren nach Angaben der Internationalen Bustouristikmesse über 100 Millionen Personen mit dem Reisebus. Genauer gesagt werden rund 5,6 Millionen Busurlaubsreisen gebucht, 12 bis 15 Millionen Kurz-Urlaubsreisen mit dem Bus mit einer Dauer von 2 - 4 Tagen und 80 Millionen Tagesfahrten. Innerdeutsch zieht es den Busreisenden nach Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Im europäischen Busreiseverkehr sind Italien, Spanien und Österreich die Topziele. Bustouristen  seien laut Veranstalter neugieriger auf neue Destinationen und aufgeschlossener als der Rest der Urlauber. Sie wollten noch unbekannte Landstriche und Kulturen kennen lernen und dabei gut betreut in der Gruppe unterwegs sein.