Grimma macht wieder beim Tag des offenen Denkmals mit. Die Stadt bietet am 12. September innerhalb des Landkreises Leipzig das größte Programm. Die Muldestadt ist reich an Geschichte und damit an historischen Bauten. Auch in diesem Jahr öffnen die Stadt und Eigentümer 21 ihrer Gebäude und beteiligen sich am Sonntag, 12. September, am Tag des offenen Denkmals. Erstmals gibt es thematische Stadtführungen und noch ungesehene Überraschungen.

Der diesjährige Aktionstag, der bundesweit stattfindet, steht unter der Überschrift „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“. Zahlreiche Besichtigungsangebote orientieren sich an diesem Motto. Ab 10.00 Uhr nimmt Rudolf Priemer, Gästeführer und Vereinsvorsitzender des Grimmaer Geschichts- und Altertumsvereines, die Interessierten mit auf eine Entdeckungsreise durch die bewegende Geschichte. Die Sonderführung unter dem Titel „Grimma in Bewegung“ beginnt am Steinbaum auf dem Volkshausplatz.

Auch zwei neue Denkmale reihen sich das Programm mit ein. So ist erstmalig nach der liebevollen Restaurierung durch Malermeister Bernd Aurig, die „Hospitalkapelle“ von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. In einer eigenen Bilderausstellung wird er den Besuchern Heimatmotive nahebringen und sie zum geschichtsträchtigen Gebäude an der berühmten Handelsstraße „Via Regia“ informieren. Ebenfalls führt Ekki Zeugner interessierte Besucher ab 11.00 Uhr hinab in den historischen Weinkeller des „Kräutergewölbes“ am Markt aus dem 16. Jahrhundert.

In bewährter Weise greift auch die ehemalige Göschendruckerei, das Seume-Haus, Markt 11 das Motto des Tages auf, unter anderem mit einer Sonderausstellung „Reisen um 1800“. Im Kreismuseum zeigen jede Menge Fotografien von Gerhard Weber den Lauf der Zeit von Grimmaer Gärten und Hinterhöfen – gestern und heute.

Führungen durch das Gymnasium St. Augustin mit Klaus Dieter-Tschiche finden jeweils 11.00 Uhr und 13.00 Uhr statt. Die Geschichte des Stadtarchives und die Ausstellung zu den Anfängen der Reformation in Grimma stellt Archivarin Jacqueline Forner mittels geführten Rundgängen um 10.00 und 14.00 Uhr in der August-Bebel-Straße 10 vor. Ebenso stehen die Türen im Stadtgut und Göschenhaus offen. Sakrale Bauten fehlen im Programm auch dieses Jahr nicht. So ist die Klosterkirche Ausstellungsraum für die Internationale Wanderausstellung „Anne Frank eine Geschichte für heute“. Ebenso greift eine kleine Ausstellung in der Frauenkirche das Thema Juden im Holocaust auf. Die Elisabethkapelle am Baderplan sowie die St. Trinitatis Kirche in der Nicolistraße, laden zum Schauen ein.

Auch in den Ortsteilen findet man offene Türen. Die Dorfkirche in Höfgen im „Dorf der Sinne“ lädt ein, das einzigartige Bauwerk mit allen „Sinnen“ kennen zu lernen. Um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr werden "SINNreiche" Führung durch das Gotteshaus angeboten. Musiker Volker Hemken gibt ab 17.00 Uhr ein Benefizkonzert für die Höfgener Orgel. Wie so ein Alltag eines Müllers um 1800 ausgesehen haben mag, kann man gleich nebenan bestaunen. Um 11.00 Uhr ist das Museum Wassermühle geöffnet. Nicht nur das oberschlächtige Wasserrad der Wassermühle ist ständig in Bewegung, auch dreht sich munter die Welle der Schiffmühle auf der Mulde. Um 11.00 Uhr startet ein Bordrundgang. In Kaditzsch verstecken sich hinter den vielen Türen der Denkmalschmiede zahlreiche Besonderheiten. Ab 11.00 Uhr kann man den Vierseithof bestaunen. Um 15.00 Uhr bietet Geschäftsführer Dr. Kurt-Uwe Andrich eine Führung zur Geschichte des 300jährigen Gebäudeensembles an. In Döben öffnen Schloss und Kirche. Streifzüge durch die Burganlage sind bereits ab 10.00 Uhr möglich. Die Chorturmkirche macht ab 14.00 Uhr die Türen auf. Wissenswertes zu der besonderen Kanzeluhr wird um 16.00 Uhr vermittelt. Und ab 19.00 Uhr lädt der Freundeskreis Schloss und Dorf Döben zu einem Vortrag über die  mittelalterliche Schnitzfigurengruppe.

Nähere Informationen finden Interessierte unter www.tag-des-offenen-denkmals.de, unter www.grimma.de, sowie über die Stadtinformation unter der Telefonnummer  03437/ 98 58 285. Die Programme mit allen Öffnungszeiten liegen in den Denkmalen und im Vorraum der Stadtinformation zum Mitnehmen aus.