Auswertung Abwassergespräch - Gruppenkläranlagen in Golzern möglich

In einer Bürgerversammlung am 11. Januar stellte der Wasser- und Abwasserversorgungsverband Grimma-Geithain  seine  Ergebnisse  von Beratungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Variantenuntersuchungen zum Thema „Abwasserbehandlung in Golzern“ den Anwohnern vor. Dabei wurde über die Fördermöglichkeiten für die Einzellösungen genauso informiert wie über die Vor- und Nachteile der Gruppenlösungen.

„Während für 56 Grundstücke in Golzern nur eine Einzellösung für die bis 2013 erforderliche Umstellung der Kleinkläranlagen auf biologische Reinigung wirtschaftlich und technologisch sinnvoll ist, besteht die Möglichkeit zum Bau von zwei Gruppenkläranlagen im oberen Bereich der Bergstraße und der Bröhsener Straße. Dort könnte der Versorgungsverband für 75 beziehungsweise  für 40 Einwohner eine gemeinsame Abwasserreinigung vornehmen“, fasst Nerchaus Ortsvorsteher Uwe Cieslack zusammen.

Anfangs seien die Gruppenlösungen, die in den Investitionskosten teurer wären und mit Baukostenzuschüssen bezahlt werden müssten teurer als die Einzellösungen. Nach zehn Jahren würde sich die Lage amortisieren.  Weil viele Eigentümer von Grundstücken, die sich an der Gruppenlösung beteiligen könnten, durchaus aufgeschlossen dafür waren, will der Verband jetzt alle anschreiben und dadurch erkunden,  ob dieser Weg in Golzern weiter beschritten werden soll. „Alle anderen können sich jederzeit an den Versorgungsverband wenden, wenn sie eine bauliche Einschätzung ihrer Anlage brauchen oder Hilfe benötigen bei der Umrüstung oder Erneuerung ihrer Kleinkläranlage sowie bei der Beantragung staatlicher Fördermittel, die mindestens in Höhe von 1.500 Euro pro Anlage ausgereicht werden“, so Uwe Cieslack.