Auskunfts- und Übermittlungssperre: Persönliche Daten bewahren

Wenn Sie aus bestimmten Gründen nicht wollen, dass persönliche Daten von Ihnen weitergegeben werden, haben Sie die Möglichkeit, eine Auskunfts- oder Übermittlungssperre zu beantragen.

Die Meldebehörden in Dürrweitzschen, Grimma und Nerchau übermitteln regelmäßig Daten an andere Behörden. Anlass und Zweck dieser Datenübermittlungen werden im Sächsischen Meldegesetz, der Sächsischen Meldeverordnung sowie weiterer Verordnungen geregelt. Es besteht die Möglichkeit, der Weitergabe oder Veröffentlichung persönlicher Daten zu widersprechen. Im Einzelnen betrifft das die Übermittlung an Presse, Rundfunk und andere Medien zum Zwecke der Veröffentlichung von Alters- und Ehejubiläen und an Parteien, Wählergruppen und kommunale Vertretungskörperschaften im Zusammenhang mit Wahlen. Die Weitergabe von Daten an Adressbuchverlage kann auf Antrag gesperrt werden, ebenso die Übermittlung an die Religionsgesellschaft des glaubensverschiedenen Ehegatten.

Es ist möglich, einen formlosen Antrag auf Eintragung einer Sperre zur Veröffentlichung zu stellen. Einen Vordruck finden Sie auf der Seite vier Ihres Stadthausjournales - Herausgabe am 12. März in alle Haushalte sowie auf der kommunalen Homepage. Den Widerspruch können Sie in einem der Bürgeranlaufstellen in Dürrweitzschen, Grimma, Großbardau, Großbothen und Nerchau persönlich erklären. Sie müssen dabei ihre Identität nachweisen. Bringen Sie daher bitte einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) mit. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten.

Ein Widerspruch gegen die Weitergabe von Alters- und Ehejubiläen ist mindestens drei Monate vor dem Ereignis zu stellen, damit die Sperre noch vor der Übermittlung der Daten im Melderegister eingearbeitet werden kann. Die Einrichtung einer Übermittlungssperre im Melderegister ist gebührenfrei.

Steueridentifikationsnummer gilt weiterhin

Im August 2008 hat jeder Bürger eine sogenannte Steueridentifikationsnummer erhalten. Hierzu wurden durch das Bundeszentralamt für Steuern  Mitteilungsschreiben versandt mit der Bitte, diese gut aufzubewahren. Leider kommt es immer wieder vor, dass Bürger nachfragen, weil sie diese Schreiben verlegt haben. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Ihnen die Steueridentifikationsnummer nur bei persönlicher Vorsprache mitgeteilt wird. Sie  können  Ihre Steueridentifikationsnummer auch Ihrer Lohnsteuerkarte 2010 entnehmen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich an das steuerliche Informations-Center im Bundeszentralamt für Steuern zu wenden.
Für die Prüfung und die erneute Mitteilung Ihrer Identifikationsnummer benötigt das zuständige Fachreferat  folgende Daten: Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum Geburtsort.

Ihre persönlichen Daten können Sie schriftlich an das Bundeszentralamt für Steuern, 53221 Bonn senden oder per e-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! übermitteln. Eine Eingangsbestätigung erfolgt nicht.
Das BZST wird Ihnen Ihre Identifikationsnummer mitteilen. Aufgrund des hohen Anfragevolumens kann es dabei zu zeitlichen Verzögerungen kommen.