Gelungene Sanierungen erneut im Fokus Aufruf zu Vorschlägen für den Freiberger Sanierungspreis – Einreichungsfrist: 31. Mai

Zum 13. Mal lobt die Stadt Freiberg den Sanierungspreis der Stadt aus. Alljährlich wird er an einen Bauherren für eine gelungene Sanierung vergeben. Zwölf Gebäude, davon elf in der Freiberger Altstadt, erhielten diese Auszeichnung in den zurückliegenden Jahren. Mit dem jährlichen Preis will die Stadt das Engagement der Bauherren honorieren, die sich dem aufwändigen Vorhaben einer Sanierung stellen. Auch wenn in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Großteil der Gebäude Freibergs saniert worden sind, so gibt es hier dennoch viel zu tun. Allein in der Altstadt stehen von den insgesamt rund 800 Gebäuden mehr als 500 unter Denkmalschutz. Saniert sind bislang etwa 80 Prozent: 515 Gebäude komplett, 154 teilsaniert. Bedarf im historischen Zentrum sieht Bürgermeister Holger Reuter unbedingt noch für rund 130 weitere Gebäude. Reuter weiß, dass „es nicht zu erwarten ist, dass die Stadtentwicklung der Stadt Freiberg auch in Zukunft mit dem Tempo stattfinden wird, wie wir es bisher kannten.“ Dies liege u. a. daran, dass Förderprogramme von Bund und Land zurückgefahren werden. „Ich gehe aber davon aus, dass dem Drängen der Städte von Bund und Land nachgegeben wird und die Städtebaufördermittel wieder angemessen erhöht werden. Damit können letzte zu sanierende Gebäude auch in Angriff genommen werden.“

Und genau hier setzt die Stadt ganz besonders auch auf die Privatinitiative der Hausbesitzer. Denn der Trend, denkmalgeschützte Häuser mit viel Engagement zu sanieren, halte nach wie vor an. Gerade deshalb hofft Reuter, dass „sich viele an dem Wettbewerb um den Sanierungspreis beteiligen und wir daraus dann das beste Objekt auswählen können.“ Bislang liegt noch kein Vorschlag vor. Diese können jedoch noch bis zum 31. Mai im Büro des Oberbürgermeisters eingereicht werden. Bürgermeister Holger Reuter würde es sehr begrüßen, „wenn Empfehlungen aus allen Stadtteilen sowie den Ortsteilen kommen.“ Denn bisher hat es von dort nur wenige Vorschläge gegeben, die meisten kamen jeweils für Objekte in der Altstadt.

Vorgeschlagen werden können alle Häuser, deren Sanierung nicht länger als fünf Jahre zurück liegt, wobei die Objekte nicht öfter als zweimal vorgeschlagen werden können. Bewertet werden die Vorschläge durch eine Jury. Diese begutachtet die städtebauliche und architektonische Gestaltung. Aber auch die innere Sanierung sowie die Übereinstimmung von Nutzung und historischer Bausubstanz sind für die Bewertung ausschlaggebend. Ausgelobt wird der seit 1999 jährlich vergebene Preis, der mit 1500 Euro dotiert ist, durch die Deutsche Bank Investment&FinanzCenter Freiberg und die Stadt Freiberg.

Vergeben wird der Freiberger Sanierungspreis stets zum Tag des offenen Denkmals, so auch in diesem Jahr: am Sonntag, 11. September.

Vorschläge für den Freiberger Sanierungspreis 2011 sind einzureichen bis zum 31. Mai in der
Stadtverwaltung Freiberg
Büro des Oberbürgermeisters
Obermarkt 24
09599 Freiberg

Die Jury

Zur Jury gehören der Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen als Vorsitzender, der Leiter der Deutschen BankInvestment&FinanzCenterFreiberg als stellvertretender Vorsitzender, die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, die Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, ein Mitglied des Ausschusses für Technik und Umwelt, ein Mitglied des Kulturausschusses des Stadtrates und ein Vertreter des Freiberger Altertumsvereins.

Preisträger

  • 1999 Tobias Neubert für sein Bürgerhaus Pfarrgasse 20
  • 2000 Claus-Dieter Haupt für sein Bürgerhaus Pfarrgasse 22
  • 2001 Petra Bergmann Welp für ihr Bürgerhaus Wasserturmstraße 34
  • 2002 Eigentümergemeinschaft für die Kreuzgasse 7
  • 2003 Eva-Maria und Lothar Pirl für ihr Wohnhaus Petriplatz 9
  • 2004 Chemnitzer Verlag und Druck GmbH&Co.KG Obermarkt 11/12 und Kirchgässchen 1
  • 2005 Rüdiger Grimm für sein Wohnhaus Donatsgasse 13
  • 2006 Matthias Schulz für sein Wohnhaus Moritzstraße 20
  • 2007 Heiko Dietrich für sein Wohnhaus Domgasse 1/3
  • 2008 Beteiligungsgesell. GmbH und Co.KG für die Lessingstraße 53 (ehemaliges Hospitalgut)
  • 2009 Hans-Dieter Lutz und Magdalena Lutz-Hensel für ihr Bürgerhaus Pfarrgasse 33
  • 2010 IPR GmbH Freiberg für die Eigentumswohnanlage Kreuzgasse 1/3