Sanierung der Sportstätte Hainichener Straße (Hockey- und Tennispark) abgeschlossen

Sanierung der Sportstätte Hainichener Straße (Hockey- und Tennispark) abgeschlossen Anlage wird am 30. April feierlich übergeben.

Nach rund 14-monatiger Gesamtbauzeit ist nunmehr die Sanierung bzw. der Umbau der Sportstätte an der Hainichener Straße 79 abgeschlossen. Die Anlage wird am 30. April um 10 Uhr durch Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm an die Nutzer bzw. die Öffentlichkeit übergeben. Im Anschluss finden ein Fußballspiel, ein Tennismatch und ein Hockeyspiel statt.

Die vorhandene Anlage befand sich in einem insgesamt sehr schlechten Zustand und genügte den heutigen Sportstättenanforderungen nicht mehr. Der Freiberger Hockey- und Tennisclub e. V (FHTC) ist hauptsächlichster Nutzer der Anlage. Zur Weiterführung der sportlichen Entwicklung des Vereins sowie um allen Altersklassen ein effektives Training ermöglichen zu können, war der Neubau eines Hockeygroßspielfeldes erforderlich. Da dem FHTC im Bereich der vorhandenen Anlage keine Tennisplätze zur Verfügung standen, konnte diese Sportart innerhalb des Vereins nicht ausgeübt werden.

Nachdem der Stadtrat im Februar 2007 den Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung der Sportanlage an der Hainichener Straße und zur Beauftragung der erforderlichen Planungsleistungen gefasst hatte, wurde mit der Erarbeitung der Planungs- und Fördermittelantragsunterlagen im Mai 2008 begonnen. Die Gesamtplanung wurde vom Ingenieurbüro ARCADIS Deutschland GmbH erarbeitet und beinhaltet die komplette Umgestaltung des Geländes an der Hainichener Straße. Nach Vorliegen eines Fördermittelbescheides war der Baubeginn für die Gesamtbaumaßnahme am 28. September 2009.

Die Sanierung der Sportstätte an der Hainichener Straße umfasste die Umgestaltung des vorhandenen Naturrasenplatzes in ein Hockey-Großspielfeld mit Kunstrasenbelag, den Neubau einer Tennis-Anlage mit fünf Einzelspielfeldern mit Kunststoffbelag, die Sanierung einer Weitsprunganlage, den Neubau einer Kugelstoßanlage und einer 75 m – Laufbahn, die auch für den Schulsport nutzbar sind, und die Erneuerung der Zufahrtsstraße zum Sportgelände einschl. Einfriedungen.

Durch die Neugestaltung der Flächenbelegung wurden außerdem entlang der westlichen Längsseite der Spielfelder Aufenthaltsmöglichkeiten für Zuschauer in Form von Stehtribünen geschaffen sowie neue Gehwege angelegt.

Der Hockeyplatz wurde mit einer Spielfeldgröße von 91,40 x 55,0 m als unverfüllter Vollkunstrasen angelegt. Der von Polytan gelieferte Kunstrasenbelag Mega Turf Cool Plus zählt zur neuesten Generation unverfüllter Vollkunstrasen. Zusätzlich erhielt der Hockeyplatz als Kernstück des Projekts eine neue Phillips-Flutlichtanlage, die vom Freiberger Ingenieurbüro für Elektroanlagen, Horst Gränke, geplant wurde. Für die Montage der Beleuchtungsanlage und der weiteren elektrotechnischen Ausstattung zeichnet das Chemnitzer Unternehmen Witt & Liebscher Elektroanlagen GmbH verantwortlich.

An den Stirnseiten des Hockeyspielfeldes wurden acht Meter hohe Ballfangzäune mit aufziehbarer Fangnetzeinrichtung angebracht, an den Längsseiten Barrieren mit einer Gittermattenfüllung und Prallwänden errichtet. Die Tennisspielfelder sind nun durch einen drei Meter hohen Maschendrahtzaun eingegrenzt.

Die vorhandene Zufahrtsstraße zur Sportstätte, von der Hainichener Straße aus, erhielt im Zuge der Baumaßnahme einen neuen Befestigungsaufbau. Die Straße wurde auf einer Länge von 160 m grundhaft ausgebaut und mit Asphaltbefestigung versehen. Außerdem wurde diese Zufahrt zur Sportanlage ab dem Eingangstor mit einer Wegebeleuchtung ausgerüstet. Rechtwinklig zur Straße wurden 15 Pkw-Stellplätze (davon 1 Behindertenstellplatz) angelegt. Alle Bereiche der Sportanlagen wurden barrierefrei errichtet und sind damit auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Für den Umbau der Sport-, Frei- und Verkehrsanlagen war die Freiberger Landschaftsgestaltung, Straßen-, Tief- und Wasserbau GmbH zuständig.

Aufgrund der gewählten Bauweise sind die Flächen des Hockeyspielfeldes, der Tennisplätze sowie der Laufbahnen versickerungsfähige Flächen. Das anfallende Oberflächenwasser wird über die im Untergrund eingebauten Sickerleitungen gesammelt und einer Regenwasserzisterne zugeführt. Das gesammelte Sickerwasser in der Regenwasserzisterne steht gleichzeitig auch als Wasserreservoir für die Beregnungsanlage zur Verfügung.

Für die Nutzung des Vollkunstrasens des Hockeyspielfeldes war die Errichtung einer Beregnungsanlage erforderlich. Zur Vermeidung von Schürf- und Brandverletzungen bei Stürzen sowie zur Verbesserung des Ballrollverhaltens muss die Fläche vor jedem Spiel ausreichend bewässert werden. An den Rändern des Hockeyspielfeldes wurden insgesamt sechs Vollkreisregner mit Wurfweiten bis zu 42 Meter eingebaut. In niederschlagsarmen Zeiten wird der Wasserbedarf aus Grundwasser gedeckt, welches über einen ebenfalls neu errichteten Brunnen aus einer Tiefe von bis zu 80 Meter gefördert wird. Die Beregnungsanlage wurde von Perrot hergestellt und durch die Firma Heinrich Beregnungstechnik aus Nossen eingebaut.

Die Filteranlage für das Beregnungssystem wurde von der Weinert Wassertechnik GmbH aus Dresden installiert.

Die einzelnen Sportanlagen wurden entsprechend ihrer Nutzung neu ausgestattet. So wurden Hockeytore, Eckfahnen, Markierungen, Spielerbänke, Spielerkabinen, Schiedsrichterstühle, Ballwurfmaschinen, Abdeckplane, Abfallbehälter usw. angeschafft.

Für die Durchführung von Freiluftveranstaltungen, Turnieren und anderen Events wurden zur elektrotechnischen Versorgung im Außenbereich ein Senkelektrant und Elekroverteilerkästen neu errichtet.

Der Freiberger Hockey- und Tennisclub e. V. (FHTC) sowie die angrenzende Carl-Böhme-Grundschule sind die Hauptnutzer der Sportanlage. Mit dem Projekt werden alle Anforderungen des Internationen Hockeyverbandes FIH erfüllt, so dass es ab 2011 möglich sein wird, internationale Hockeyspiele in Freiberg zu veranstalten.

Das Gesamtvolumen der Investitionen in das Projekt beträgt rund 1,35 Millionen Euro. 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten werden aus Mitteln des Konjunkturpaketes II gefördert.