Archäologische Grabungen am Kloster Nimbschen

Am Kloster Nimbschen erfolgten am Mittwoch, 24. August, archäologische Grabungen. Eine Archäologin und Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes sind ab 09.00 Uhr vor Ort. Für die Untersuchungen sind etwa 10.000 Euro eingeplant. Zur Hälfte beteiligt sich das Landesamt für Archäologie an den Kosten. Von der Ruine im Süden Grimmas ist neben drei Mauern des ehemaligen Klausurgebäudes, einen Brunnen und den Resten der Klostermauer und des Mühlgrabens nichts mehr vorhanden. Allerdings geht man davon aus, dass mit Bodenfunden im Bereich des Kreuzganges zu rechnen ist. Eine Konzeption zur Umgestaltung im Zuge der Lutherdekade 2008- 2017 wurde angestrebt. Im Entwurf des Landschaftsplanungsbüros Dr. Bormann und Partner GmbH aus Grimma heißt es: „Den Besuchern sollte mit möglichst klaren und dauerhaften Mitteln eine Vorstellung von der Größe der baulichen Anlage und der früheren Nutzung vermittelt werden“. Eine Rekonstruktion kommt nicht in Frage.

Das ehemalige Kloster „Marienthron“ ist besonders bekannt durch die Nonne Katharina von Bora. Nach der spektakulären Flucht 1523 aus dem Kloster heiratete sie zwei Jahre später den Reformator Martin Luther.