Ehrenmedaille für besondere Freiberger

Vergabe erstmals am 18. September - Dresdner Künstler gestaltet Medaille

Mit der Ehrenmedaille der Stadt Freiberg, der neuen Ehrengabe der Universitätsstadt, wird am 18. September, 20 Uhr erstmals ein Freiberger geehrt. Die Auszeichnung findet im Rahmen des Empfangs des Oberbürgermeisters anlässlich des 10. Gottfried-Silbermann-Wettbewerbes statt. Wer diese Ehrung erhält, das hat der Stadtrat im vergangenen Mai nicht öffentlich beschlossen und bleibt somit bis zur Vergabe geheim.

Die Ehrenmedaille der Stadt Freiberg kommt nicht nur besonderen Menschen zugute, sondern ist auch selbst etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um eine künstlerisch hochwertige Gussmedaille aus massivem Silber mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern. Künftig sollen damit Personen gewürdigt werden, die sich auf besondere Weise um die Entwicklung der Stadt oder das Wohl ihrer Bürger verdient gemacht haben. Eine entsprechende Satzung hatte der Stadtrat Ende des vergangenen Jahres beschlossen. Damit sei die Grundlage für eine besondere Ehrung geschaffen, die unabhängig von der Art des Engagements ist und so die Möglichkeit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts und den Bürgerpreis ideal ergänzt, erklärt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm. Das Ehrenbürgerrecht wird in besonderen Fällen für herausragende Leistungen um die Stadt Freiberg vergeben, während die Stadt mit dem Bürgerpreis ehrenamtlich Engagierte auszeichnet.

Gestaltet hat die Freiberger Ehrenmedaille der bekannte Dresdner Medaillenkünstler Peter Götz Güttler. Der 1939 in Greifswald geborene Wahl-Dresdner hat in der Elbmetropole seine Heimat gefunden und dort Jahrzehnte als Architekt gewirkt. Seit 1971 widmet sich Güttler den Medaillen. Sein künstlerisches Werk auf diesem Gebiet umfasst inzwischen mehr als fünfhundert Medaillen. Bei der Entwicklung hält der Künstler über alle Stufen vom Entwurf bis zum fertigen Guss prinzipiell die Fäden in der Hand. Seine Medaillen verinnerlichen ein breites Spektrum an Themen. Güttler schuf Werke für namhafte Auftraggeber, beteiligte sich an zahlreichen Wettbewerben und Ausstellungen, national wie international und wurde vielfach für sein Schaffen ausgezeichnet. Er pflegt eine enge Zusammenarbeit zu numismatischen Vereinen und Gesellschaften in ganz Deutschland. Der Entwurf für die Freiberger Ehrenmedaille lehnt sich unter anderem an das Motto „Zukunft aus Tradition“ an und abstrahiert die Darstellung einer Freiberger Schachtanlage.