090804_0187Zu den wohl ältesten Sehenswürdigkeiten im Muldental gehört sicherlich das ehemalige Kloster Nimbschen. Nahe der Stadt Grimma, unweit des Muldeufers gelegen, könnten die noch stehenden Mauern illustre Geschichten erzählen. So von seinen Ursprüngen im Jahre 1243, als der Wettiner Markgraf Heinrich der Erlauchte (1221-1288) das Nonnenkloster Marienthron begründete. Wann genau ist wohl nicht bekannt, aber noch vor 1291 bezogen die Nonnen des Ordens die neuen Räumlichkeiten in Nimbschen, nicht zuletzt um die Stellung ihres wettinisch-markgräflichen Territorialherren zu stärken.

Im späten Mittelalter verfügte Kloster Nimbschen über umfangreiche Besitztümer an Elbe und Mulde doch es dauert nicht lang bis gegen Ende des 15. Jahrhundert wirtschaftliche Schwierigkeiten den weiteren Aufstieg stoppten. Sowohl die Wettiner als sächsische Kurfürsten und Landesherren als auch die Äbte von Pforte bemühten sich um Reformen. Diese gelangen insofern, dass zumindest die Gemeinschaft der Nonnen trotz umfangreicher Umbauarbeiten der Klostergebäude am Beginn des 16. Jahrhunderts wirtschaftlich gesundet dastand.

090804_0314Diese Reformen berührten das geistlich-religiöse Leben wenn dann nur am Rande. So dass schließlich auch das Kloster Nimbschen von der Reformation erfasst wurde. Zu den bekanntesten Ereignissen aus der Endphase gehört sicherlich die Flucht von Nonnen aus dem Kloster im Jahre 1523. Unter Ihnen befand sich auch die wohl berühmteste und bekannteste Bewohnerin der geschichtsträchtigen Gemäuer: Katharina von Bora, die später Frau Martin Luthers.

Das Jahr 1536 markiert das endgültige Ende des Klosterlebens im Kloster Nimbschen, das in diesem Jahre endgültig aufgelöst wurde.

Heute zeugen noch einige verbliebene Außenmauern von der Größe des ehemaligen Klosterleben. In wunderschöner Natur gelegen, lädt nicht zuletzt die in unmittelbarer Nähe liegende Gastronomie zu einem erholsamen Spaziergang zum Kloster Nimbschen im Muldental.

Viele weitere Bilder vom Kloster Nimbschen finden SIe hier in dieser Galerie: Kloster Nimbschen
Hier eine kleine Dia-Show der Fotos die Sie dort finden:

Textquelle: Wikipedia