Aus Anlass der Lutherdekade 2017 greift die Stadt Grimma die Geschicklichkeit der berühmtesten Pfarrfrau der Welt auf. Seit heute sind in der Stadtinformation, Markt 16 die so genannten „Katharina-Socken“ im Angebot.

„Die Socken symbolisieren die Tüchtigkeit der Katharina von Bora. Als Mutter von sechs Kindern kannte sie sich nur zu gut mit dem Stopfen und Stricken von Stümpfen aus“, fasst Bettina Holfter vom Kulturamt zusammen. „Als Vorlage für das Motiv diente übrigens der Kloster-Nimbschen-Anhänger der Grimmaer Weihnachtskugel“, so Bettina Holfter.

In den Größen 36 - 45 sind die originellen Strumpfwaren demnächst auch im Hotel Kloster Nimbschen auch zum Weihnachtsmarkt erhältlich.

Die zunächst 900 Paar Strümpfe stammen von der Firma EPESA Strumpfwaren aus Leukersdorf im Erzgebirge. Der traditionelle Familienbetrieb unterstützt die Stadt bereits seit dem Hochwasser 2002 mit Strumpfwaren. So entstanden neben der Helfersocke auch die Kreisstadtsocke oder die Muldenperlensocke.

Die Lutherdekade 2008 - 2017

Martin Luthers weltbewegender Thesenanschlag jährt sich im Jahr 2017 zum 500. Mal. Die Spaltung der Kirche wurde dadurch eingeleitet. Europa bereitet sich seit 2008 auf die "Lutherdekade 500 Jahre Reformation" vor. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und der Europäische Tourismusverbund "Stätten der Reformation" e.V. entschieden sich, Grimma in ihr weltweites Vermarktungskonzept aufzunehmen.

Von 2008-2017 sollen in jedem Jahr inhaltliche Schwerpunkte definiert und in Form von Großveranstaltungen, Landesausstellungen, wissenschaftliche Kongressen und Tagungen, Kulturveranstaltungen, Tourismusmarketingaktionen, kulturhistorische Reisen und Schulprojekten öffentlichkeitswirksam umgesetzt werden. Die Inhalte können sich sowohl auf historische Persönlichkeiten als auch auf Ereignisse und politische kulturelle Entwicklungen der letzten 500 Jahre beziehen, die ihre Wurzeln in der Reformation haben oder sich auf deren Botschaft berufen