Schloss Grimma wird umgebaut und saniert. Die Baustelle wird zurzeit eingerichtet. Am kommenden Montag beginnt der Aufbau der Gerüste. Im Auftrag des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) entstehen auf der Schlossanlage knapp 2.500 Quadratmeter Nutzfläche für das Amtsgericht Grimma und die Staatsanwaltschaft Leipzig, Außenstelle Grimma. Den größten Teil der Fläche wird das Amtsgericht nutzen. Für die Staatsanwaltschaft sind zwei Etagen des Kornhauses vorgesehen. Die Pforte mit Poststelle, die Bibliothek sowie die Sozialräume werden beide Einrichtungen gemeinsam nutzen.

Alle Sanierungs- und Umbauarbeiten sind voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossen. Der Freistaat Sachsen investiert dafür insgesamt circa 14,5 Millionen Euro.

Neben dem Umbau und der kompletten Sanierung des historischen Gebäudeensembles aus Schloss, Kornhaus mit Kornhausanbau, Turmruine und Schildmauern werden auch moderne Anbauten errichtet. Als neuer Haupteingang entsteht zwischen Kornhaus und Turmruine ein gläserner Erweiterungsbau mit Treppen- und Aufzugsturm. In die Turmruine wird ein Neubau für die Poststelle eingebaut. Außerdem entsteht ein neuer Verbindungsgang von der Turmruine zum Schlossgebäude entlang der nördlichen Schildmauer. Die nördliche Schildmauer und Teile der Turmumfassungswände werden erhöht.
Der Außenbereich wird nach der Konzeption der Stadt Grimma für die Gestaltung des Muldenufers angelegt.
In Zusammenarbeit mit der Landestalsperrenveraltung des Freistaates Sachsen wird die Außenwand des Schlossgebäudes in Richtung Mulde als Hochwasserschutzmauer ausgebildet.

Der Staatsbetrieb SIB hat bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten auf Schloss Grimma abgeschlossen. Nach dem Hochwasser 2002 mussten Schlamm entsorgt und Putze außen und innen abgeschlagen werden. Die historische Bausubstanz wurde an vielen Stellen gesichert und mit der Erarbeitung von restauratorischen Befunden und Begutachtungen begonnen. Die Turmruine und die Schildmauern wurden saniert sowie das Kornhaus vom Hausschwamm befreit. Der Kornhausanbau wurde bereits zu 70 Prozent hergerichtet. Der Bereich des Turmes wurde archäologisch untersucht.
Der Freistaat Sachsen investierte dafür bereits rund 1,8 Millionen Euro.

Medieninformation 37 / 2010
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)