Schüler lernen im Museum: Mittelschule Grimma gehört zu den Preisträgern

Die Preisträger des Wettbewerbs »LernStadtMuseum in Sachsen - Schüler entdecken Museen« des Sächsischen Kultusministeriums stehen fest. Die Jury hat insgesamt zehn Projektteams mit jeweils 500 Euro prämiert. Unter ihnen konnte sich auch die Mittelschule Grimma gemeinsam mit dem Museum Göschenhaus einreihen. Die Preisverleihung fand heute (16. August 2011) während des 6. Lehrerinformationstages im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt. Die Prämien für die Sieger überreichte Kultus-Staatssekretär Jürgen Staupe.

Mit dem Projekt :»Eine Schule im Seumefieber« zeigte die Mittelschule gemeinsam mit ihren Museumspartnern, dass Geschichte nichts Verstaubtes und Schule kein geschlossener Lernkosmos ist. Für die Kinder wird der Lernort Museum zu einer spannenden Entdeckertour, wo Geschichte greifbar wird. Beim Stöbern in der spannenden Literaturgeschichte Grimmas erkundeten die Mädchen und Jungen aktiv die prägenden Geschehnisse ihrer Heimat. Das fördert nicht nur die Kreativität und Motivation der Schüler, sondern vermittelt Wissen äußerst einprägsam. Die Sieger sind Kindergärten und Schulen, die das Museum als interessanten Lernort einbeziehen.

Der Sonderpreis im Wert von 1.000 Euro ging nach Großschönau. Alle Preissträger http://www.sachsen-macht-schule.de/schule/5771.htm?pmid=1952

Grimma meistert Qualitätscheck überdurchschnittlich gut

Stadtinformation weiterhin gehobener Standard im Zeichen der Gäste. - Die Stadtinformation Grimma am Markt 16 wurde aktuell für weitere drei Jahre vom Deutschen Tourismusverband e.V. (DTV) aus Bonn offiziell mit der "i-Marke" ausgezeichnet. Die Touristinformation erreichte das Prädikat „sehr gut“ und liegt mit 81 Prozent fünf Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt (76 Prozent).

Jana Kutscher, Kulturamtsleiterin in der Stadtverwaltung Grimma, freut sich über das Ergebnis des Prüfverfahrens: "Wir sind stolz darauf, die Qualitätskontrolle mit "sehr gut" gemeistert und uns auch in der unangekündigten Prüfung so gut bewährt zu haben. Anhand der vom DTV erhaltenen Analyse werden wir unsere Kompetenz weiterhin ausbauen, um so noch mehr Kundenzufriedenheit zu erreichen. Die kontinuierlich steigenden Gästezahlen sind der beste Beweis für ein erfolgreiches Konzept.“

Nur Touristinformationen, die über eine sehr gute Beratungsqualität verfügen, umfangreiche touristische Informationen und zusätzliche Dienstleistungen für Gäste anbieten, können diese Auszeichnung erhalten. Diese Servicestandards hat der DTV bundesweit festgelegt. Besonders positiv überrascht war die Prüferin über die frei zugängliche Informationsauslage bis 22 Uhr in der Eingangszone sowie die praktischen und kostenfreien Stadtrundgangkarten mit touristischen Zielen. Ebenfalls wurde die gut sortierte Broschürenauslage und das breite Souvenirangebot gelobt.

Nach Abschluss eines Lizenzvertrages zur Sicherung der Qualitätsverpflichtungen überprüfte der DTV in Grimma zunächst die Erfüllung von 15 Mindestkriterien, wie zum Beispiel die Ausschilderung der Stadtinformation auf Zufahrtswegen, das Vorhandensein von PKW-Parkplätzen in der Nähe, die Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs, die kostenlose touristische Grundinformation über den Ort und die Region etc. Nach Erfüllung dieser Grundvoraussetzungen folgte für die Stadtinformation Grimma ein umfassender, anonymer Qualitätscheck vor Ort.

40 Kriterien standen insgesamt auf der Prüfliste. Beurteilt wurde zum Beispiel die Qualifikation der Mitarbeiter anhand von Weiterbildungsnachweisen sowie die Ansprache ausländischer Gäste durch die ständige Präsenz von mindestens einer Person für Auskünfte in englischer Sprache. Die angebotenen Pauschalleistungen der Touristinformation sowie das Erscheinungsbild der Räumlichkeiten wurden ebenfalls bewertet und positive hervorgehoben.

Die Stadtinformation am Markt 16 darf nun weitere drei Jahre lang mit dem roten Hinweisschild und dem charakteristischen „i“ werben.

Projekt Herzschlag: 850 Kinder zeigen ein Herz für Freiberg

Mittelschülern und Gymnasiasten wird der Start ins neue Schuljahr „versilbert“. Für 850 Mädchen und Jungen aus Freiberger Mittelschulen und Gymnasien beginnt das neue Schuljahr mit einem eindrucksvollen Erlebnis – dem Projekt Herzschlag. Dafür bilden die Schüler am 22. August ein Herz mit gigantischen Ausmaßen auf dem Freiberger Untermarkt. Die Aktion ist ein Beitrag der Kinder und Jugendlichen zu den bevorstehenden Feierlichkeiten im nächsten Jahr, wenn „850 Jahre Freiberg“ begangen wird, und ein eindeutiges Signal: „Wir lieben Freiberg – Wir feiern 850 Jahre Freiberg“. Die Aktion soll zugleich Auftakt für eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen der Kinder und Jugendlichen sein. Das Herz ist das Symbol des Jubiläumsjahres 2012.

„Die Aktion unseres Nachwuchses ist für mich ein wunderbarer Auftakt für unsere bevorstehenden Feierlichkeiten“, freut sich Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm. „Es ist toll, wie begeisterungsfähig unsere jungen Leute sind. Sie stehen für mich als Symbol für die Zukunft unserer Stadt.“ An der groß angelegten Kampagne beteiligen sich insgesamt 42 Schulklassen. Jeder Schüler trägt dabei ein blaues T-Shirt „850 Jahre Freiberg“ und wird zusätzlich mit einer silbernen Scheibe, die eine Silizium-Scheibe darstellen soll, ausgestattet. Diese sollen geschwenkt werden. Genau dieser Moment wird dann fotografisch festgehalten werden – aus luftiger Höhe: von einem Kran aus – etwa 40 Metern überm Untermarkt. „Das Motiv wollen wir auf einer Postkarte verewigen“, sagt Katharina Wegelt, Pressesprecherin der Stadt.

Damit jeder weiß, wie und wo er sich hinstellen muss, wird der Rahmen für das Herz-Motiv vorher auf einer Fläche von rund 28 mal 24 Metern vorgezeichnet. „Ordner weisen die Schüler ein, geben T-Shirts und Scheiben aus“, sagt Jensen Gumieniak, Mitarbeiter des Sachgebietes Jugend. Er und seine Kollegin Evi Kunzendorf haben die Leitung und Koordinierung des Projektes unter dem Titel „Herzschlag“ übernommen. Sie koordinieren und bewerben außerdem sämtliche Kinder- und Jugendveranstaltungen im Rahmen des Jubiläums von den Einrichtungen der Stadt.

Die Herz-Aktion bietet noch mehr. Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm und Kulturamtsleiter Andreas Schwinger werden hier über die Veranstaltungen für die junge Generation im Festjahr 2012 informieren. „Wir haben viel vor", verrät der Kulturamtsleiter. Denn „wir wollen unsere Kinder und Jugendlichen für das Festjahr begeistern - und natürlich auch für unsere Stadt“. So seien ab Januar nächsten Jahres alle Schulen eingeladen, sich an einem Zeichenwettbewerb zum Thema „Jahr der Jahrhunderte“ zu beteiligen. Die besten Arbeiten sollen noch im Festjahr in einer Ausstellung in der Sparkasse in der Poststraße zu sehen sein. Es gehören aber auch Aktionen dazu wie Seifenkistenrennen oder Ritterspiele. „Ich lade heute schon herzlich ein zu einem Konzert mit Gerhard Schöne am Weltkindertag 2012“. Doch zurück zur Aktion „Herzschlag“ auf dem Untermarkt – sie wird von Musik und einem DJ begleitet. Gerd Edler, Moderator bei Radio PSR und bekannt vom Bergstadtfest, führt durch den Vormittag.

Koordinator Jensen Gumieniak hofft auf einen reibungslosen Ablauf der Herz-Aktion. Den Organisationsaufwand für die Aktion beschreibt er als immens. Erfreulich war für ihn der unkomplizierte Kontakt mit den Schulleitern. „Sie waren sehr kooperativ und haben sich spontan an der Aktion beteiligt.“, sagt er. Von den Schulleitern kam auch die Idee, die Aktion auf den ersten Schultag zu legen, denn ein gemeinsames Erlebnis zu Beginn eines neuen Schuljahres verbinde umso mehr und präge für das ganze Schuljahr.

Neueröffnung

110804brachvogelAm 01.Juli 2011 hat Monique Brachvogel ihr neues Geschäft „Beauty Paradies“ in der Brückenstraße 15 eröffnet. Dazu gratulierte die GRIMMAERLEBEN Marketing ihr recht herzlich. In ihrem Geschäft bietet sie Kosmetik, medizinische Fußpflege und Nagel Modellage an. „Ich bin bereits seit 5 Jahren in diesem Bereich im Außendienst unterwegs und möchte nun meinen Kunden ein erweitertes Angebot in den neuen schön eingerichteten Räumen anbieten.“ so Monique Brachvogel. Sie berichtete auch über die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die gern mit einer Kennenlernbehandlung ausprobiert werden können.

Grimma schaut nach London

Ergebnisse der Weltmeisterschafts-Serie am Wochenende haben Einfluss auf Grimmaer Meisterschaften Ende August Grimma.

Wenn am kommenden Wochenende, dem 6. und 7. August, das fünfte Rennen der Triathlon-Weltmeisterschafts-Serie in London stattfindet, schauen die Macher der Deutschen Meisterschaften in Grimma gespannt zu. Immerhin kämpfen mit Jan Frodeno, Sebastian Rank, Jonathan Zipf, Maik Petzold, Steffen Justus, Christian Prochnow und Gregor Buchholz gleich sieben Herren sowie mit Anja Dittmer, Anne Haug und Rebecca Robisch auch drei Frauen um Startplätze für die Olympischen Spiele.

Insbesondere dem Sachsen und Grimma-Botschafter Maik Petzold drücken Grimmas Bürgermeister Matthias Berger und Veranstalter Hans-Peter Bischoff die Daumen. „Wir werden Maiks Rennen verfolgen. Bei optimalen Verlauf holt er sich ein Ticket für 2012 in London und wird in Grimma locker und motiviert an den Start gehen“, so Bischoffs Hoffnungen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Deutschlands Triathleten den Wettkampf in Grimma lediglich als Trainingsbaustein auf dem Weg zur weiteren Olympia-Qualifikation einordnen.

Der 33jährige Petzold und Schützling von Trainer Wolfram Bott liegt aktuell auf Platz 14 der Weltmeisterschafts-Serie und hat mit Platz 3 im Jahr 2009 seine bisher beste Platzierung eingefahren. „Ich fühle mich fit und bin motiviert, die Olympiastrecke des kommenden Jahres zu testen – vielleicht werden wir ja dicke Freunde“, sagt Triathlet Maik Petzold leicht süffisant.

Gedenken der Opfer des 13. August

Der Opfer des Mauerbaus und des Kalten Krieges wird auch in diesem Jahr in der Stadt Freiberg gedacht. Vertreter der Stadtverwaltung werden gemeinsam mit Mitgliedern der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V., Bezirksgruppe Freiberg, am Sonnabend, 13. August um 10 Uhr am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus auf dem Freiberger Donatsfriedhof einen Kranz niederlegen.

Der Bau der Berliner Mauer jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Für viele Deutsche ist das historische Ereignis mit unauslöschlichen Erinnerungen und gravierenden Einschnitten in das eigene Leben verbunden. Alle Freiberger sind aufgerufen, sich am stillen Gedenken zu beteiligen und sich dem Gedächtnis anzuschließen.

Sparkassenstiftung: 31.800 Euro für Kinder- und Jugendprojekte der Region Muldental

Die Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Muldental leistet einen Beitrag zur Förderung und Gestaltung unseres ehemaligen Muldentalkreises und damit der heimischen Region. Dabei setzt sich die Stiftung jedes Jahr einen neuen Schwerpunkt.

Für das Jahr 2011 wird die Verwendung der Stiftungsmittel in Höhe von ca. 31.800 Euro auf „Kinder- und Jugendprojekte der Region Muldental - Schwerpunktthemen: Bildung und Umwelt“ festgelegt. Gefördert werden Projekte im ehemaligen Muldentalkreis, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • Beginn des Projektes frühestens im I. Quartal 2012
  • keine bereits laufenden Projekte

Besonders unterstützt werden Projekte, die eine Breitenwirkung in der Gesellschaft entwickeln und die Kreativität der Kinder und Jugendlichen fördern. Nicht berücksichtigt werden gewerbliche und kommerzielle Projekte, einzelne Personen sowie hoheitliche und/oder Pflichtaufgaben der Kommunen oder eines sonstigen Trägers. Der vollständige Antrag muss bis zum 30. September 2011 beim Vorstand der Stiftung eingereicht werden. Unter allen Antragstellern werden förderwürdige Projekte ausgewählt und finanziell unterstützt.

Nähere Informationen zur Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Muldental und das Antragsformular finden Sie im Internet unter http://www.sparkassenstiftung.muldental.de. Als Ansprechpartner stehen allen Interessenten die Vorstandsmitglieder der Kunst- und Kulturstiftung Heidrun Naumann, Holger Knispel und Jens Weigelt unter der Telefonnummer 03437 991-100 gern zur Verfügung.

Fritz und Robert verteidigen Ostdeutsche Meistertitel

Im jährlichen Wechsel der Ausrichter der Ostdeutschen Meisterschaften im Kunstradsport fand dieser Wettbewerb in diesem Jahr in Mosel (Sachsen) statt. Damit hatten die Kunstradfahrer vom Nerchauer SV 90 e.V. eine vergleichsweise kurze Anreise gegenüber den über 150 teilnehmenden Starterinnen und Startern bei dieser Meisterschaft. Das Gesamtfazit für die Nerchauer fiel zum Schluss durchweg positiv aus.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten Fritz Apelt (Schüler U11) und Robert Eschke (Schüler U15). Fritz Apelt, der aus allen bisherigen Saisonwettkämpfen in seiner Altersklasse als ungefährdeter Sieger hervorging, ließ auch in Mosel nicht an seiner Favoritenrolle rütteln und wurde Ostdeutscher Meister. Einmal mehr spielte Robert Eschke in seiner Altersklasse seine Überlegenheit aus. Mit einem bemerkenswerten neunten Platz von den Deutschen Schülermeisterschaften aus Worms zurückgekehrt, ließ er seinen Mitbewerbern um den ostdeutschen Meistertitel 2011 keine Chance und wiederholte souverän seinen Vorjahreserfolg.

Wiederum recht knapp verpasste Martin Koch (Junioren) den 1. Platz. Mit einer sauberen Kür verkürzte er seinen Vorwertrückstand von sieben Punkten bis auf einen Punkt im Endergebnis, sodass seine Silbermedaille besonders hell glänzte. Auch Franz Eschke auf dem fünften Platz konnte noch einen nach der eingereichten Punktzahl vor ihm platzierten Starter hinter sich lassen. Trotz einer fehlerfreien Vorstellung konnte Fabienne Nelly Kreiß (Schülerinnen U13) als Dritte ihre Platzierung aus dem Vorjahr nicht ganz erreichen, da auch die vor ihr platzierten Kunstradfahrerinnen aus Brandenburg ihre Kür weitestgehend fehlerfrei zeigten. Motiviert durch ihre bisherigen Saisonerfolge konnte Celine Großheim (Schülerinnen U 11) in Mosel mit dem dritten Platz eine weitere Spitzenplatzierung erreichen.

Landesjugendspiele im Kunstradfahren- Drei Siege für Nerchauer SV

Als zentraler Austragungsort der Landesjugendspiele in allen Sportarten wurde in diesem Jahr Chemnitz ausgewählt. Dorthin reiste auch eine kleine Delegation mit Kunstradfahrerinnen und -fahrern vom Nerchauer Verein.

Mit drei ersten Plätzen und weiteren vorderen Platzierungen erreichten die Aktiven aus der Muldestadt fast das Optimum. Im Einerkunstradfahren der B-Klasse der Schülerinnen wurde Fabienne Nelly Kreis ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte souverän. Für die eigentliche Überraschung sorgte Klara Ehrlich, die erst in diesem Jahr in die höhere Altersklasse gewechselt ist und bei ihrem letzten Saisonwettkampf auf Platz zwei nach vorn fahren konnte.

Ebenso überlegen schloss Robert Eschke die Hauptwettkampfzeit ab. Im ostdeutschen Verbandsgebiet gab es sowohl im Vorjahr als auch 2011 keinen Kunstradfahrer in seiner Altersklasse, der ihm das Wasser reichen konnte und so stand er auch in Chemnitz auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes.

Für Juniorenfahrer Martin Koch, in seinem Starterfeld diesmal der Favorit, kam es vor allem darauf an, seinen 1. Platz mit einer guten ausgefahrenen Punktzahl zu untermauern. Dieses Unterfangen konnte er annähernd umsetzen und damit eine erfolgreiche Wettkampfsaison bilanzieren. Einen weniger guten Tag erwischte Franz Eschke, auf dessen Wertungsbogen die Kampfrichter an seinem Kürende doch eine ganze Menge Abzüge notiert hatten. Trotzdem reichte es noch zum dritten Platz. Bemerkenswert setzte sich wiederum Celine Großheim (Schülerinnen C) in Szene. Ihre fehlerfrei vorgetragenen Kür wurde mit Platz zwei belohnt.

In der jüngsten Altersklasse der Schüler traten Franz Lorenz und Oskar Ehrlich an. Für Franz ist Platz drei ein sehr schöner Erfolg und Oskar als der jüngste Starter überhaupt belegte den siebten Platz.

Nerchauer Junioren-Kunstradfahrer in Glauchau erfolgreich

Der Große Sachsenpreis im Kunstradfahren und Radball gehört mittlerweile zu den etablierten Hallenradsportwettkämpfen im Freistaat. Vor allem die Kombination beider Disziplinen macht dieses Turnier für die Anhänger des Hallenradsportes interessant. Genau wie in den Vorjahren nahmen auch 2011 Kunstradfahrer vom Nerchauer SV 90 e.V. an diesem Wettbewerb in der Sachsenlandhalle Glauchau teil. Auf Grund von Terminüberschneidungen mit anderen Altersklassen, reisten mit Martin Koch und Franz Eschke nur zwei aktive Einerkunstradfahrer der Juniorenklasse in die Stadt an der Zwickauer Mulde.

Martin Koch gelingt es mit fortschreitender Wettkampfsaison sein Kürprogramm immer sicherer auf das Hallenparkett zu bringen. Obwohl seine Konkurrenten einen höheren Vorwert einreichten, macht er diesen Nachteil ein ums andere Mal mit einer sicheren und sauberen Fahrweise wett. Mit seiner geringeren eingereichten Punktzahl musste Martin vor seinen Mitbewerbern auf die Wettkampffläche. An seiner ausgefahrenen Punktzahl reichte an diesem Tag kein Fahrer mehr heran. Platz 1 und der Siegerpreis gehörten einmal mehr Martin Koch.

Erwartungsgemäß konnte Franz Eschke nicht in den Kampf um die Plätze auf dem Siegerpodest eingreifen. Trotzdem konnte er eine gestiegene Wettkampfstabilität nachweisen. Mit dem 4. Platz schöpfte er seine momentanen Möglichkeiten voll aus.

Veranstaltungsinformationen aus dem Göschen- und Seumehaus

Göschenhaus

Kinder lernen in der Klosterkirche

Am 4. Juli strömten aus der ganzen Region am frühen Morgen 347 Kinder verschiedener Schulen durch den anhaltenden Regen in die Klosterkirche: Das Göschenhaus hatte im Namen des Kulturbetriebes Grimma zu einer großen KinderUni eingeladen. Unter dem Titel „Wie die Buchstaben in den Setzkasten kamen – Die geniale Erfindung des Buchdrucks“ hielt zu Beginn Universitäts-Professor Dr. Stephan Füssel eine spannende, kindgerechte Vorlesung über die Entstehung und Verbreitung des Buchdrucks, vielleicht der wichtigsten Erfindung aller Zeiten.

Prof. Füssel, Inhaber des Gutenberg-Lehrstuhles, sowie Direktor des Instituts für Buchwissenschaften an der Universität Mainz (die auch den Namen Gutenbergs trägt), hat unzählige Artikel und Bücher zu Johannes Gutenberg geschrieben, jenem Buchdrucker, der 1999 zum „Mann des Jahrtausends“ gekrönt wurde. Stephan Füssel ist zugleich auch bester Kenner der Geschichte des Verlagswesens und hat die wichtigste Arbeit zu Georg Joachim Göschen verfasst, auch dadurch ist er ein enger Freund des Göschenhauses. Wir sind froh, dass dieser Wissenschaftler von Weltrang einmal mehr an die Mulde gekommen ist. Da die Mainzer Universität selbst seit vielen Jahren KinderUnis veranstaltet, war es natürlich schön, einen „alten Hasen“ auf diesem Gebiet einladen zu können. Wir möchten uns ganz herzlich für seine Bereitschaft bedanken; übrigens: ein Hauptseminar in Mainz musste wegen der Grimmaer KinderUni ausfallen …

347 Kinderaugenpaare verfolgten gebannt den Vortrag, da soll noch jemand sagen, Kinder seien heute nicht mehr lernfähig! Immer wieder verstand es Professor Füssel mit Bildern die Aufmerksamkeit der Kinder zurückzuerobern. Wer hat schon eine altehrwürdige Gutenbergstatue mit Fastnacht-Kostümierung oder Fußball-Schal gesehen? Als dann gegen Ende des Vortrages auch aktuelle Bücher gezeigt wurden, war spätestens bei „Harry Potter“ die Stimmung in der Klosterkirche auf ihrem Höhepunkt.

Doch eine KinderUni wäre keine KinderUni, wenn es nach der Theorie nicht auch die Praxis geben würde. Nun konnte das Gelernte in die Tat umgesetzt werden. An vielen Tischen wurde nun mit der Gänsefeder geschrieben, an der Tiegeldruckpresse gedruckt, es konnte ein kleiner Text gesetzt werden, kleine Bücher gebunden, Briefe gefaltet und versiegelt und Linoldrucke mit Grimma-Motiven angefertigt werden. Mit großer Begeisterung konnte die gutgelaunte Schar alles ausprobieren, manche Kinder ließen es sich nicht nehmen, den Professor aus Mainz – während er selbst die modernste Form des Buches, das E-Buch seinen jungen Zuhörern vorstellte – um ein Autogramm zu bitten.

Doch ohne die vielen fleißigen Helfer wäre diese erste KinderUni des Kulturbetriebes Grimma nicht so erfolgreich gewesen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanken sich ganz herzlich bei dem Berufsschulzentrum „Rote Schule“: Ohne die zehn angehenden Erzieherinnen, die mit großer Geduld und Freundlichkeit tatkräftig dieses Projekt mitbetreuten, wäre der Tag sicherlich nicht so reibungslos verlaufen. Unser Dank gilt auch der Fachschaftsleiterin Frau Cyron und der Schulsekretärin Frau Röhl für ihre unkomplizierte Mithilfe.

Ferienveranstaltungen

Auch weiterhin sind Kinder in den Ferien herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Am 3. August heißt es dann „Große Wäsche im Göschenhaus“. Kinder können hautnah erleben, wie vor gut 200 Jahren noch die Familie Göschen ihre Wäsche waschen musste, in einer Zeit also, wo die „Waschmaschine“ noch zwei Hände hatte … Voranmeldungen für diese Veranstaltung, sind an das Göschenhaus zu richten.

Noch eine Mitteilung zum Schluss: Die Ferienveranstaltung am 10. August „Hexenkraut und Hausapotheke“ mit Gabriele Meyer) ist leider ausgebucht. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Seumehaus

Immer ein Besuch wert

Das Seume-Haus, das älteste Bürgerhaus auf dem Marktplatz, lädt auch im Sommer Gäste von Nah und Fern in seine Räume ein, übrigens Räume, die im Sommer wunderbar temperiert sind! Schauen Sie doch einmal vorbei. Gezeigt wird, neben den sehenswerten Räumen selbst, das Leben und Werk Johann Gottfried Seumes, der hier vor über 200 Jahren eine Zeit lang gelebt und gearbeitet hat. Aber auch eine kleine Ausstellung zum Reisen wie zu Seumes Zeit ist zu sehen. Sprechen Sie ruhig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, wenn Sie spezielle Fragen zur Historie des Hauses und seiner Bewohner haben oder wenn Sie vielleicht ein Kinder- und Jugendprojekt in Göschens ehemaliger Druckerei durchführen wollen.

Wandern 210 Jahre danach – ein Blick in die nähere Zukunft

Am 24. September wird eine spezielle Seume-Wanderung angeboten, um Johann Gottfried Seume (wieder) kennenzulernen … und das in der wunderschönen Natur des Grimmaer Muldentals. Diese Wanderung steht im Zusammenhang eines historischen Ereignisses: Der Seume-Verein „Arethusa“ e.V. Grimma wird im Dezember 2011 eine Sonderausstellung in der Hospitalkapelle an der Leisniger Straße zeigen: „Aufbruch ins Ungewisse. Johann Gottfried Seumes Spaziergang nach Syrakus“. Am 6. Dezember 1801, damit vor 210 Jahren, war Seume zu seiner abenteuerlichen Wanderung aufgebrochen. Seume beschreibt zu Beginn seines Reiseberichts, wie er noch einmal gegenüber der Hospitalkapelle seine Grimmaer Zeit rückblickend betrachtet. Ein Grund, dieses nunmehr wunderbar restaurierte Gebäude auch allen Seume-Freunden näherzubringen. Lassen Sie sich also überraschen!