Straßensperrungen zum Stadtfest in Grimma

In der Altstadt beginnen allmählich die Aufbauarbeiten für das 21. Stadtfest. Die Einzelteile des Riesenrades sind schon da. Daher ist die Nordseite des Marktes bereits gesperrt. Ab Donnerstag, dem 22. September kommt es zu weiteren Sperrungen. So gilt ab 15 Uhr ein Parkverbot an der Westseite des Marktes vor dem Stadthaus. Ab 18 Uhr ist dann auch die Südseite gesperrt. Auch auf dem Leipziger Platz wird am Donnerstag schon gewerkelt. Die Parkflächen sind ab 18 Uhr nicht mehr zu befahren. Ab dem Wallgraben ist die Leipziger Straße als Sackgasse ausgeschildert. Ab Freitag, 17 Uhr, bis Sonntag ist das gesamte Festgebiet für den Verkehr zu. Das Festgebiet umfasst die Lorenzstraße, Brückenstraße, Hohnstädter Straße, Lange Straße, Markt und den Leipziger Platz. Kostenfreie Parkplätze stehen auf dem Volkshausplatz zur Verfügung.

Per Rad nonstop von Delft nach Freiberg

In weniger als zwei Tagen: Radelnde „Eilboten“ überbringen Botschaft zwischen Partnerstädten

Auf dem Fahrrad in 40 Stunden von der Freiberger Straße in Delft zur 750 Kilometer weiter gelegen Delfter Straße in Freiberg. Nonstop. Das werden zwölf Mitarbeiter der Firma E-mergo aus Freibergs holländischer Partnerstadt Delft tun: Start ist am Abend des 29. September.

Tag und Nacht werden sie unterwegs sein, die rund 800 Kilometer Fahrrad fahren wollen sie in rund 40 Stunden schaffen. E-mergo-Miteigentümer Jaco Geluk ist optimistisch, am 1. Oktober 12 Uhr auf dem Obermarkt einzutreffen: „Wir sind eine motivierte Truppe von 12 Radfahrern, vier Autofahrern und weiteren zwei bis drei Begleitern - und ob wir gut genug trainiert sind, das wird sich zeigen.“ Wenn der Startschuss am Donnerstag in der Freiberger Straße in Delft fällt, dann ist auch Bürgermeister Bas Verkerk dabei. Er gibt eine Nachricht mit für Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm.

Die Radler sind gespannt auf die Tour, aber auch auf Freiberg. Und sie haben ein Geschenk im Gepäck: „Wir schenken der Stadt einen Baum, um die Verbindung zwischen Delft und Freiberg noch sichtbarer zu machen“, verrät Marianne van Dijck, Vorsitzende der Stichting Delft – Freiberg.

Empfangen werden die Delfter auf dem Freiberger Obermarkt nicht nur von Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm und Steffen Judersleben, Verantwortlicher für Städtepartnerschaften, sondern auch von Mitgliedern des Radsportteam Freiberger Vereins. Sie werden den Delftern entgegenfahren und sie auf den letzten Kilometern nach Freiberg begleiten.

Jaco Geluk freut sich schon heute auf die Ankunft in Freiberg: „Erst werden wir zusammen mit den Freibergern etwas essen und dann geht es in die Kneipe. Das haben wir dann verdient.“ Die Städtepartnerschaft zwischen Delft und Freiberg besteht seit 25 Jahren und ist im Juni dieses Jahres offiziell während des Bergstadtfestes feierlich besiegelt worden.

Erste Ehrenmedaille der Universitätsstadt Freiberg verliehen

Die erste Ehrenmedaille der Stadt Freiberg erhielt heute (18. September) während des Empfangs des Oberbürgermeisters anlässlich des 10. Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerbes Kirchenmusikdirektor i. R. Dietrich Wagler für seine Verdienste um die Etablierung der Stadt Freiberg als ein bedeutsames Kulturzentrum Sachsens. Mit der neuen Ehrengabe der Universitätsstadt sollen künftig Personen gewürdigt werden, die sich auf besondere Weise um die Entwicklung der Stadt oder das Wohl ihrer Bürger verdient gemacht haben. Eine entsprechende Satzung hatte der Stadtrat Ende des vergangenen Jahres beschlossen und schuf somit die Grundlage für eine besondere Ehrung, die unabhängig von der Art des Engagements ist und so die Möglichkeit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts und des Bürgerpreises ideal ergänzt, erklärt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm. Das Ehrenbürgerrecht wird in besonderen Fällen für herausragende Leistungen um die Stadt Freiberg vergeben, während die Stadt mit dem Bürgerpreis ehrenamtlich Engagierte auszeichnet.

Dietrich Wagler, geboren 1940 in Mildenau, war von 1986 bis 2001 Kantor, Organist und Kirchenmusikdirektor am Freiberger Dom. Hier wusste er die besonderen Möglichkeiten, die der Freiberger Dom insbesondere mit der Großen Silbermannorgel bietet, mit beachtenswertem Engagement zu nutzen, um Freiberg als Zentrum der barocken Orgelmusik im mitteldeutschen Raum zu etablieren. Allein während seiner Amtszeit fanden rund 400 wöchentliche Orgelmusiken von Mai bis Oktober als traditionelle Abendmusiken statt, die von ihm mit hohen künstlerischen Ansprüchen konzipiert worden sind. Es gelang Wagler dafür zahlreiche bekannte Organisten des In- und Auslandes zu verpflichten. Diese traditionelle Donnerstags-Konzertreihe ist ein Markenzeichen der Stadt und festigte den guten Ruf Freibergs als bedeutsames Musikzentrum im Herzen Sachsens. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand ohne Zweifel die Pflege des Silbermannschen Erbes. Dietrich Wagler zählte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e. V. und übernahm hier die Aufgabe des Vizepräsidenten, später die ebenfalls ehrenamtliche Funktion des Präsidenten.

Die künstlerische Entwicklung der regelmäßig stattfindenden Silbermann-Tage sowie der seit 1993 zweijährlichen Internationalen Gottfried-Silbermann- Orgelwettbewerbe, bei denen er seit 1997 Leiter der internationalen Jury ist, sind durch Dietrich Wagler maßgeblich geprägt worden. Ebenso war er 2003 maßgeblich an der Gründung des Vereins ECHO „Europäische Städte mit historischen Orgeln“ beteiligt.

Mit dem 2007 in Freiberg stattgefundenen 82. Deutschen Bachfest der Neuen Bachgesellschaft setzte er einen weiteren Kulturhöhepunkt in Sachsen und festigte auch damit erheblich das Image Freibergs als sächsisches Silbermann- und Orgelzentrum.

„Wenn heute von Freiberg nicht nur als Bergstadt, Silberstadt oder Universitätsstadt die Rede ist, sondern unsere Stadt auch international als ´Orgelmekka` bezeichnet wird, dann hat Dietrich über viele Jahre ganz wesentlich zu diesem Ruf beigetragen“, betonte Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm und wünschte Dietrich Wagler, dass er „noch lange im Namen Silbermanns und Freibergs musikalische Leidenschaft lebt und aktiv bleibt.“ Gestaltet hat die Freiberger Ehrenmedaille der bekannte Dresdner Medaillenkünstler Peter Götz Güttler. Der 1939 in Greifswald geborene Wahl-Dresdner hat die Freiberger Ehrenmedaille unter anderem an das Motto „Zukunft aus Tradition“ angelehnt und bei der Darstellung eine Freiberger Schachtanlage abstrahiert. Die künstlerisch hochwertige Gussmedaille ist aus massivem Silber und hat einen Durchmesser von zehn Zentimetern.

Bürgerentscheid Mutzschen vom 18.09.2011

Mutzschener votieren mit über zwei Drittel Mehrheit (67 %) für eine Eingemeindung nach Grimma. „Besonders hervorzuheben ist die hohe Wahlbeteiligung von 74 %“, freut sich der Oberbürgermeister von Grimma Matthias Berger (parteilos). „Die Entscheidung hat damit eine klare breite demokratische Legitimation. Ein guter Start in eine gemeinsame Zukunft“.

Die Mutzschener Bürger waren aufgerufen per Bürgerentscheid über eine Eingemeindung nach Grimma abzustimmen. Bei einem Nein zu Grimma wäre als räumliche Alternative nur Wermsdorf in Frage gekommen. Mutzschen als derzeit kleinste Stadt Sachsens verfehlt mit zur Zeit 2300 Einwohnern den vorgegebenen Mindestwert der Landesregierung und musste sich somit zwischen den beiden potenziellen Partnern Grimma und Wermsdorf entscheiden.

Schwimmkurs für Kinder

Auch in diesem Jahr bietet die Grimmaer Schwimmhalle, Vorwerkstraße 30 in der ersten Ferienwoche vom 17. bis 21. Oktober wieder einen Anfänger-Schwimmkurs für Kinder an. Täglich von 08.00 bis 09.30 Uhr wird in einer kleinen Gruppe geprobt.

Bei Interesse ist eine Anmeldung am 24. September ab 10.00 Uhr in der Schwimmhalle unter der Telefonnummer 03437/ 76 23 89 möglich. Die Teilnehmergebühr beträgt 35,00 Euro.

Am 3. und 31. Oktober (Feiertag) hat die Schwimmhalle - jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet.

Abwasser: Bürgerinitiative lädt zur Besichtigung von biologischen Pflanzenkläranlagen ein

Für eine halbe Million Einwohner des Freistaates Sachsen, die derzeit meist noch an desolaten Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben angeschlossen sind, müssen bis Ende 2015 die Abwasserbehandlungsanlagen noch saniert werden. Das schreibt die Sächsische Kleinkläranlagenverordnung vor. Eine Umstellung oder Sanierung auf eine vollbiologische Abwasserreinigungsstufe soll in einigen Grimmaer Ortsteilen bereits im Jahr 2013 erfolgen. Die Bürgerinitiative Wasser-Region Grimma/ Geithain lädt gemeinsam mit der Stadt Grimma interessierte Bürger zu einer Exkursion ein, um sich über Beispiele von biologischen Pflanzenkläranlagen zu informieren.

Der Ausflug nach Bitroda und Lossa findet am Sonnabend, dem 24. September um 08.30 Uhr statt. Der Ausflug startet vom Markt. Anmeldungen nehmen Olaf Brückner von der Bürgerinitiative unter der Telefonnummer 0174/ 21128 31 oder Sieglinde Masche vom Büro des Oberbürgermeisters unter der Telefonnummer 03437/ 98 58 101 gern entgegen. Für die Teilnahme wird ein Unkostenbeitrag von 7 Euro pro Person berechnet.

Fundsachenauktion zum Stadtfest

Die Versteigerung von Fahrrädern im Rahmen des diesjährigen Stadtfestes findet am Sonntag, 25. September um 15.00 Uhr auf dem Markt statt. Die Fahrräder können eine Stunde vor Beginn der Versteigerung besichtigt werden.

Ehemalige Zschoppacher Kindertagesstätte sucht neue Eigentümer

Das Gelände der ehemaligen Kindertagestätte in Zschoppach, Zur Kirche 7, steht zum Verkauf. Das Areal umfasst 1.900 Quadratmeter. Die Einliegerwohnung misst gut 95 Quadratme¬ter Wohnfläche auf zwei Etagen. Im Jahr 1995 erhielt das Gebäude eine neue Gasheizung. Den Gastank teilen sich insgesamt drei Verbraucher. Das Dach und die Fassade wurden Mitte der 1990er Jahre erneuert. Zu beachten ist, dass das Nebengebäude über die Grenze des Flurstückes auf den Bereich der angrenzenden Kreisstraße ragt. Das Verkehrswertgutachten liegt vor und kann in der Stadtverwaltung Grimma, Nicolaiplatz 13, 1. OG während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

Der gesamte Ausschreibungstext ist im Internet unter www.grimma.de unter der Rubrik Rathaus/Ausschreibungen zu finden und liegt im Liegenschaftsamt der Stadtverwaltung aus. Interessenten werden aufgefordert, neben der Abgabe eines Preisangebotes die beabsichtigte Nutzung des Grundstückes mitzuteilen. Dazu ist ein Angebot im geschlossenen Umschlag und Kennzeichnung als Angebot „Zur Kirche 7“ bis zum 26. September an die Stadtverwaltung Grim¬ma, Markt 16/17 in 04668 Grimma zu richten.

Für Erläuterungen, Rückfragen und Besichtigungen steht Liegenschaftsamtsleiterin, Helga Preissler, unter der Telefonnummer 03437/ 98 58 320 oder Gabriele Siebenthaler unter der Telefonnummer 03437/ 98 58 322 gern zur Verfügung.

Parkstraße wird zur Einbahnstraße

Die Schwarzdecke ist schon drauf. Nur noch der letzte Schliff fehlt. Ende September wird die Verkehrsfreigabe für die Parkstraße erwartet. Dann kann der Verkehr wieder rollen. Aber nur in eine Richtung: Denn die Schleife um den Bahnhofspark soll vom Markt aus nur als Einbahnstraße ausgeschildert werden. „Dafür ent¬stehen 27 neue Längsparkmöglichkeiten. Endlich genügend Platz für Gäste der Kirche oder Ausflügler, die am Radweg gern parken möchten“, so Frank Mundry von der Straßenverkehrsbehörde. Die Abkürzung über die Kirchstraße bleibt für den beidseitigen Verkehr offen. „Das entspannt ungemein die Lage“, so Mundry.

Nach den sieben Monaten des grundhaften Ausbaus ist das Areal kaum wieder zu erkennen. Unterirdisch wurden die alten Trink- und Abwasserleitungen ausgetauscht. Schmuckes Pflaster, neue Straßenbeleuchtung und das mit dem Denkmalschutz abgestimmte historische Wegesystem verliehen dem gesamten Territoriums zwischen Bahnhof und Kirche ein frisches und einladendes Aussehen. Fördermittel für den grundhaften Ausbau flossen durch das Europäische Leader-Programm für die Region Leipziger Muldenland.

Frischer Anstrich im Jubiläumsjahr

Was einst in triste Grautöne gehüllt war, erstrahlt nun in einem eleganten Creme im neuen Glanz: Die Sanierungsarbeiten am „Café am Gänsebrunnen“ sind fast abgeschlossen. Der frische Anstrich und der Austausch der Fenster und Türen war dringend nötig, denn an der Fassade bildeten sich schon unschöne Risse, der Putz bröckelte, und mehrere Fenster wurden undicht. „Das Café ist ge¬rade für Radler auf dem Muldentalbahn-Radweg ein beliebtes Ausflugsziel“, so Oberbürgermeister Matthias Berger. „Grund genug um kommunale Finanzmittel für das Gebäude in die Hand zu nehmen“. Das Haus am Gänsemarkt 3 gehört der Grimmaer Wohnungs- und Baugesellschaft, ein Tochterunternehmen der Stadt.

„Mit dem Café als einzige Gaststätte am Platz fangen wir an, weitere Häuser sollen folgen, um Farbe nach Nerchau in die Stadt der Farben zu bringen“, so Berger. Ein bestehendes Farbkonzept gibt es bereits. Auch der Außenbereich des Gänsemarktes wurde attraktiver gestaltet. Die wenig genutzte Litfaßsäule weichte zugunsten von überdachten Freisitzen. Auch die zwischenzeitlich entfernten Fahrradständer werden wieder aufgestellt. Die Wirtin des Eiscafés „Am Gänsebrunnen“ feierte kürzlich ihr 20. Geschäftsjubiläum.

Vier neue Spielplätze noch im Oktober

Familien mit jüngeren Kindern können sich freuen: Noch in diesem Jahr wird das Spielplatzangebot in Grimma um vier neue Anlagen im Wert von 470.000 Euro erweitert. Fast synchron sprießen die Spielgeräte in Großbothen, Döben, Höfgen und in Grimma-Süd förmlich aus dem Boden. Im Oktober sollen die Spielplätze eröffnet werden. Die Stadtverwaltung griff in den Europäischen LEADER-Fördertopf und kann für drei Spielplätze 75 Prozent der Kosten abrechnen. Für Grimma-Süd stehen bewilligte Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau-Ost zur Verfügung.

Das Schöne ist, die einzelnen Spielplätze sind auf die jeweilige Umgebung abgestimmt. Das Tiefbauamt und das Stadtentwicklungsamt ermittelten in Gesprächsrunden mit den jeweiligen Ortschaftsräten, Eltern, Schulleitern oder Anwohnern die Wünsche und Bedürfnisse. „Null-Acht-Fünfzehn haben wir von vornherein abgelehnt. Wir möchten den Charakter der Gegend wahren“, so Oberbürgermeister Matthias Berger.

Zu den Spielplätzen, die noch in diesem Jahr fertig werden sollen, gehört auch ein „nigelnagelneuer“ Spielplatz auf dem Sportplatz in Döben. Der Döbener Weitblick „Luginsland“ steht hier im Fokus: Unter dem Wolkendach des zentralen Spielturms verbergen sich allerhand Raffinessen. Wackelbrücke, Kletterwand, Hangelgriffe oder Rutsche führen zu einer Zielfahne die ganz oben auf dem Turm weht. Zum 32.000 Euro teuren Kletterensemble gehören auch eine Tischtennisplatte und ein Kleinkinderkarussell. Im Oktober sollen die ersten Kinder die neuen Spielgeräte in Beschlag nehmen.

Nachdem die alten Spielgeräte dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Großbothen weichen mussten, soll in wenigen Wochen die großzügige und zentralgelegene Fläche am ehemaligen Sportplatz wieder für Spiel und Spaß genutzt werden. Herzstück ist ein großer Kletterturm mit Seilbahn, Rutschen, Schaukeln und Reck. Dieser soll zum Abenteuer locken. Die Anlage gibt den Kindern genügend Raum, um selbstständig Ideen zu entwickeln. Gebaut ist der Turm aus langlebigem Robinienholz. Dieses passt wunderbar in das Ensemble. Ein 330 Quadratmeter großer Bolzplatz mit Torpfosten und eine stationäre Tischtennisplatte ergänzen das Angebot. Die Kosten für die Umgestaltung schlagen mit 54.000 Euro zu Buche.

Im „Dorf der Sinne“ Höfgen entsteht im Schatten der Dorfkirche in diesem Herbst ein ganz besonderer Verweilort, der die Sinne in Ruhe ansprechen will. Die innovativen Sinneserfahrungselemente für alle Generationen, die hier einen Platz finden, basieren auf den Forschungen des Künstlers und Pädagogen Hugo Kükelhaus. Er machte sich vor allem als Wegbereiter der modernen Sinnesforschung und Erlebnispädagogik einen Namen. Unter den Elementen befindet sich eine Prismasäule. Vor der Dorfkulisse veranschaulicht sich dann, dass weißes Licht alle Farben eines Regenbogens enthält. Auch eine große Balancierscheibe gehört zur Anlage. Hier ist man angehalten mit dem Gleichgewichtssinn zu ringen - ihn zu finden und wieder zu verlieren. Die Spielstationen sind mit ihren vielfältigen Anknüpfungspunkten, wie Klang, Farbe, Symmetrie, Schwingung, Strömung, Wirbel so ausgerichtet, dass alle Sinne ins Spiel kommen, und der Mensch mit all seinen Sinnen tätig ist. Die Kosten belaufen sich auf knapp 23.000 Euro

Grimmas größter Spielplatz entsteht vor der Wilhelm-Ostwald-Grundschule in Grimma-Süd. Mit vielen Bäumen und Sträuchern zieht frisches Grün in die Wohnsiedlung ein und schafft einen lärmmindernden Rahmen um die großzügige Spielkombination herum. Im Zentrum des parkähnlichen Areals befindet sich der Spielturm. Über dessen Podeste können ein Sprossenaufstieg, ein Kletternetz, eine Kletterwand sowie eine Rutsche mit Welle erreicht werden. Die Zwischenpodeste sind durch Leitern miteinander verbunden. Eine Dschungelbrücke mit Netzgeländer leitet zu einem kleineren Fünfeckturm mit Zeltdach über. Von hier aus wird eine weitere Rutsche erreicht. Ein weiteres Podest ohne Dach ist mit einer Strickleiter und einer dritten Rutsche für Kleinkinder kombiniert. Drei Seilbrücken, ein Flächennetz, ein Balanciertau, eine Sprossenwand und Hangelseile sind zwischen Robinienstämmen befestigt. Eine Doppelschaukel kombiniert zwei einfache und eine Nestschaukel. Desweiteren wird eine Doppelwippe einen Platz finden. Für Kleinkinder werden ein Schneckenzug und zwei Federtiere zur Verfügung stehen. Die Elemente Balanciertau, Hangelstrecke, Balancierbalken, Kletterstämme, Stelzen, „verwobene Seile“ und „Seil-Balancierleiter“ werden ebenso wie ein Kletter-Tipi in den Hügel integriert. Das Werk Wilhelm Ostwalds wird dabei als Ideengeber der großen Spiellandschaft genutzt.