Elternbeiträge im Vergleich: Grimma beständig günstig

Familienfreundlich ist Grimma allemal, besonders wenn es an den Geldbeutel der Eltern geht. In Sachen Elternbeiträge ist die Große Kreisstadt eine der günstigsten im gesamten Landkreis. Die Kosten für die Krippenbetreuung und den Kindergartenplatz fallen im Vergleich zu den Nachbarkommunen sogar am geringsten aus. In Nerchau, Großbothen und in den Einrichtungen der ehemaligen Gemeinde Thümmlitzwalde wurden die Beiträge nach der Eingemeindung auf den preiswerten Grimma-Satz heruntergestuft.

Seit neun Jahren sind die Elternbeiträge für Kindertagesstättenplätze oder Hortbetreuung in Grimma stabil. Daran möchte Oberbürgermeister Matthias Berger auch festhalten. Ein Beispiel: Zahlt man in Kitzscher für neun Stunden über 195 Euro für den Krippenplatz im Monat, sind es in Grimma nur 150 Euro. Bei den Hortbeiträgen spiegelt sich ähnliches wider. Für sechs Stunden in einem Hort in Grimma werden für Familien 46 Euro fällig, in Mutzschen sind es schon 20 Euro mehr.

Das Angebot ist breit: Schon früh wird auf die persönliche Förderung und einen hohen pädagogischen Ansatz geachtet. Kindereinrichtungen mit besonderer Ausrichtung in Sprache und Integration gehören zum Standard. Eltern und Kinder haben in Grimma die Auswahl an insgesamt 20 Kindertageseinrichtungen, darunter ein Naturkindergarten und ein Sport- und Spielkindergarten. Des Weiteren betreuen zwei Tagesmütter, die Kindertagespflege “Waldhäuschen“ in Leipnitz und die Tagespflege in Großbothen die Jüngsten.

Außerdem sollen verlängerte Öffnungszeiten den Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. So öffnet die Kindereinrichtung "Zwergenland" in Grimma-West sogar bis 20.00 Uhr. Interessierte Eltern können sich mit der Leiterin Ute Leipnitz unter der Telefonnummer 034 37/ 76 39 37 in Verbindung setzen.

Für die Ganzzeitbetreuung in der Krippe müssen Eltern 150 Euro im Monat bezahlen – Alleinerziehende 135 Euro. Für Kindergartenkinder sind 92 Euro fällig, Singels mit Kind zahlen 82,80 Euro, während für Hortkinder 46 Euro pro Monat zu bezahlen und 41,40 Euro für Alleinerziehende sind.

Plakatwerbung für "850 Jahre Freiberg" startet

Längst sind sie bekannt, die Freiberger Gesichter, die für das Festjahr „850 Jahre Freiberg“ 2012 werben. Ihre Motive sind zu finden im Internet und Amtsblatt, auf deutschlandweit geschalteten Anzeigen sowie im Festjahr-Kalender, den es übrigens in vielen Freiberger Einrichtungen zu kaufen gibt. Doch nun startet auch die Plakatwerbung: In der kommenden Woche werden die ersten Plakate in der Stadt Freiberg gehängt. Diese Motive werden aller zwei Wochen gewechselt – zunächst bis zum Christmarkt.

Nach dem Start der Plakatwerbung in Freiberg geht es weiter im Landkreis Mittelsachsen, und später weit über die Kreisgrenzen hinaus. Die Plakatkampagne erfolgt in zwei Etappen. Zunächst mit den 16 Freiberger Models. Diese waren Ende vergangenen Jahres aus mehr als 100 Bewerbern ausgewählt und fotografiert worden. Die gestalteten Plakate stellen sich dem Thema „Mein Herz für meine Stadt“ und zeigen neben den Freibergern im Alter zwischen acht und 81 Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Dom, Nikolaikirche, Schloss Freudenstein und Rathaus. In einer zweiten Phase Anfang des neuen Jahres wird es dann spannend: Mit kniffligen Fragen zur städtischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft soll auch weit über die Stadtgrenzen hinaus neugierig auf die Universitätsstadt und ihr Festjahr gemacht werden. Die Universitätsstadt feiert "850 Jahre Freiberg" im kommenden Jahr ein ganzes Jahr lang - mit dem Jahr der Jahrhunderte. Begangen wird die Besiedlung der Region.

Ehrenmedaille für besondere Freiberger

Vergabe erstmals am 18. September - Dresdner Künstler gestaltet Medaille

Mit der Ehrenmedaille der Stadt Freiberg, der neuen Ehrengabe der Universitätsstadt, wird am 18. September, 20 Uhr erstmals ein Freiberger geehrt. Die Auszeichnung findet im Rahmen des Empfangs des Oberbürgermeisters anlässlich des 10. Gottfried-Silbermann-Wettbewerbes statt. Wer diese Ehrung erhält, das hat der Stadtrat im vergangenen Mai nicht öffentlich beschlossen und bleibt somit bis zur Vergabe geheim.

Die Ehrenmedaille der Stadt Freiberg kommt nicht nur besonderen Menschen zugute, sondern ist auch selbst etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um eine künstlerisch hochwertige Gussmedaille aus massivem Silber mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern. Künftig sollen damit Personen gewürdigt werden, die sich auf besondere Weise um die Entwicklung der Stadt oder das Wohl ihrer Bürger verdient gemacht haben. Eine entsprechende Satzung hatte der Stadtrat Ende des vergangenen Jahres beschlossen. Damit sei die Grundlage für eine besondere Ehrung geschaffen, die unabhängig von der Art des Engagements ist und so die Möglichkeit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts und den Bürgerpreis ideal ergänzt, erklärt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm. Das Ehrenbürgerrecht wird in besonderen Fällen für herausragende Leistungen um die Stadt Freiberg vergeben, während die Stadt mit dem Bürgerpreis ehrenamtlich Engagierte auszeichnet.

Gestaltet hat die Freiberger Ehrenmedaille der bekannte Dresdner Medaillenkünstler Peter Götz Güttler. Der 1939 in Greifswald geborene Wahl-Dresdner hat in der Elbmetropole seine Heimat gefunden und dort Jahrzehnte als Architekt gewirkt. Seit 1971 widmet sich Güttler den Medaillen. Sein künstlerisches Werk auf diesem Gebiet umfasst inzwischen mehr als fünfhundert Medaillen. Bei der Entwicklung hält der Künstler über alle Stufen vom Entwurf bis zum fertigen Guss prinzipiell die Fäden in der Hand. Seine Medaillen verinnerlichen ein breites Spektrum an Themen. Güttler schuf Werke für namhafte Auftraggeber, beteiligte sich an zahlreichen Wettbewerben und Ausstellungen, national wie international und wurde vielfach für sein Schaffen ausgezeichnet. Er pflegt eine enge Zusammenarbeit zu numismatischen Vereinen und Gesellschaften in ganz Deutschland. Der Entwurf für die Freiberger Ehrenmedaille lehnt sich unter anderem an das Motto „Zukunft aus Tradition“ an und abstrahiert die Darstellung einer Freiberger Schachtanlage.

Flusslandschaft Mulde ist Thema einer Konferenz

Öffentlicher Abendvortrag zu Siedlung, Burg und Herrschaft an den Mulden

Die Muldestadt Grimma wird am 29.und 30 September 2011 Gastgeber eines Treffens wissenschaftlicher Experten. Ihr gemeinsames Thema: Die Flusslandschaft der Mulde. Der interdisziplinär besetzte zweitägige Workshop im Rathaus-Saal beleuchtet in drei Sektionen, wie Menschen die Flusslandschaft gestaltet haben und heute gestalten. Der Verein Naturpark Muldenland gewann als wissenschaftlichen Partner das Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) an der TU Dresden.

„Das Einzugsgebiet der Mulde (Freiberger, Zwickauer und Vereinigte Mulde) umfasst einen großen Teil des sächsischen Territoriums. Trotzdem ist die Mulde als Fluss-System wenig im Bewusstsein der Bewohner des Landes und der Vertreter der verschiedenen Wissenschaften verankert. Das Muldenland wird bis heute kaum als geschlossener Landschaftsraum wahrgenommen.“, begründet Dr. Andreas Martin vom ISGV das Engagement.

Die wissenschaftliche Tagung wird multiperspektivisch geographische, ökologische, hydrologische und wasserbautechnische sowie sozial-, kunst- und kulturgeschichtliche Aspekte der Wahrnehmung der Flusslandschaft vorstellen. Der Fluss Mulde, als Summe von drei meist getrennt beschriebenen Fließgewässern, wird als ein in sich geschlossenes System betrachtet, in dem er als Akteur, Gestalter und Objekt der Geschichte eine „Neu“-Bewertung erfährt, die für gegenwärtige und künftige Überlegungen der Landschaftsgestaltung und der Landschaftsnutzung Bedeutung erlangen kann.

In einer Podiumsdiskussion werden die heutigen unterschiedlichen Nutzerinteressen in ihrem Konfliktpotenzial ausgeleuchtet. Zum öffentlichen Abendvortrag im ehemaligen Betsaal des Gymnasiums St. Augustin am 29. September 20 sind die Muldentaler Bürger herzlich willkommen. Dr. André Thieme von der Staatlichen Schlösserverwaltung befasst sich darin mit „Siedlung, Burg und Herrschaft an den Mulden“. Aus seiner Feder stammt auch die Biografie von Albrecht den Beherzten, der auf Schloss Grimma geboren wurde.

Die Schirmherrschaft über die Tagung hat Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger übernommen. Die Beiträge werden in der Reihe „Bausteine“ des ISGV veröffentlicht. Der Band soll 2012 erscheinen. Die Tagung ist öffentlich. Anmeldung ist auch zu Tagungsbeginn noch möglich. Die Organisatoren bitten um Voranmeldung.

Information und Anmeldung: www.isgv.de

Großbardauerin wird mit der Sport-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

Die Großbardauerin Helgard Eibeck wird für ihre 50jährige Tätigkeit als Trainerin der Frauensportgruppe des SV Großbardau am Donnerstag, dem 01. September mit der goldenen Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen ausgezeichnet. Die Glückwünsche überbringen die Geschäftsführerin des Kreissportbundes Landkreis Leipzig Andrea Heinze und der Vereinsvorsitzende des SV Großbardau Frank Bachran. Ohne ihr Wissen, wird Helgard Eibeck um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Evangelischen Schulzentrums in der Pestalozzistraße 2 überrascht.

Auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 01. September 1961, gründete sich die Großbardauer Frauengymnastikgruppe unter der Leitung von Helgard Eibeck. Sie war damals 21 Jahre alt. Seit dem trainiert die ausgebildete Diplomsportlehrerin fast jeden Donnerstag rund zwanzig Frauen in der Großbardauer Turnhalle. Sie ist im Besitz der Trainerlizenz nach neuen Richtlinien, die sie ständig durch Weiterbildung verlängerte.

Die Gymnastikgruppe erreichte bisher zwei Mal das Sportleistungsabzeichen, vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Unter ihrer Leitung nahmen die Frauen 1969 an der Massengymnastik zum Sportfest in Leipzig teil. Frau Eibeck arbeitete viele Jahre in der Leitung des Sportvereins mit und hat mit viel Engagement am Fortbestand des Sportvereins mitgewirkt. Im Juni 2007 wurde sie mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Grimma für ihr Engagement gewürdigt.

Das Höfgener Semmelweib tratscht in Wurzen

„Wer weiter denkt, kauft näher ein“ – unter diesem Motto suchte das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. nach den besten Umsetzungsmöglichkeiten zur Besinnung auf eigene regionale Stärken in einer globalisierten Welt im Rahmen des bundesweiten „Tag der Regionen“. Der Handwerkermarkt in Höfgen gehört zu den Preisträgern für das beste Konzept. Eine pressewirksame Übergabe der Urkunde durch den Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer, und den Landrat des Landkreises Leipzig, Dr. Gerhard Gey, an Stadtrat und Höfgener Hans-Henning Ruhmer erfolgt am 17. September im Rahmen des 14. Sächsischen Landeserntedankfestes in Wurzen. Im großen enviaM-Festzelt auf dem Markt wird im Programmblock „Menschen, Dörfer, Traditionen“ die Veranstaltung als regionales und gelungenes Beispiel ab cirka 14.30 Uhr stellvertretend für die sächsischen Aktionen zum „Tag der Regionen“ vorgestellt. Diesen Part übernimmt die Naundorferin Marion Hantschmann und tauscht als Höfgener Semmelweib den Brotkorb mit der Werbetrommel. Mit allerhand Waren, die es auch zum Handwerkermarkt geben wird, lädt sie Besucher am 24. und 25. September in das „Dorf der Sinne – Höfgen“ ein.

Die Semmelweiber waren die Neuigkeitenübermittlerinnen von Höfgen. Der Theologe und Schriftsteller Karl Josef Friedrich war sehr angetan von den drei Damen und malte sie in den 1920er Jahren. Rühle, Döll und Dingeldei hießen sie und brachten Brötchen aus dem Wassermühlenofen in die umliegenden Dörfer. Auf der Rückreise hatten sie immer den neuesten Tratsch und Klatsch im Gepäck. Der Autor Daniel Geißler schrieb die heiteren Geschichten über sie auf.

Vorschläge für den Bürgerpreis 2011

Freiberger können Personen für jährlichen Preis benennen - Letzter Abgabetermin: 30. September

Alljährlich werden Freiberger mit dem Bürgerpreis geehrt. Sie erhalten ihn für ihr ehrenamtliches Engagement und Wirken, das dem Gemeinwohl der Stadt über längere Zeit diente. Wer den Bürgerpreis 2011 erhält – das wird der Stadtrat im November entscheiden. Dabei wird er zu wählen haben aus den eingereichten Vorschlägen.

Derzeit liegen im Amt des Oberbürgermeisters zehn Empfehlungen vor. Doch noch ist bis Ende September Zeit für neue Einreichungen für den diesjährigen Bürgerpreis. Vorgeschlagen werden können Freiberger, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl der Stadt verdient gemacht haben.

„Ohne ehrenamtliches Engagement wären viele Errungenschaften, für die unsere Stadt bekannt ist, nicht vorstellbar. Es ist eine wesentliche Triebkraft unserer Entwicklung“, hebt Bernd-Erwin Schramm hervor. "Der Einsatz und die Sorge für Mitmenschen haben in der heutigen Zeit wieder einen besonderen Stellenwert und das verdient öffentliche Anerkennung."

Deshalb wird in Freiberg seit 1992 jährlich der Bürgerpreis vergeben. 43 Freiberger haben ihn seither erhalten. Auszeichnungsvorschläge für den Freiberger Bürgerpreis 2011 sind zu richten an:

tadtverwaltung Freiberg
Büro des Oberbürgermeisters
Obermarkt 24
09599 Freiberg

Der Freiberger Bürgerpreis wird seit 1992 jährlich auf Basis der "Satzung zur Vergabe des Freiberger Bürgerpreises" (zuletzt geändert am 11. Januar 2001) an natürliche und juristische Personen, deren Engagement und Wirken im ehrenamtlichen Bereich dem Gemeinwohl der Stadt über längere Zeit diente, vergeben. Der Bürgerpreis besteht aus einem Geldpreis in Höhe von 500 Euro in Verbindung mit einer Urkunde. Frist zum Einreichen für Vorschläge ist jeweils der 30. September des Vergabejahres.

Vergeben wird der Bürgerpreis jeweils zum Neujahrsempfang der Stadt Freiberg.

Mit dem Bürgerpreis geehrte Freiberger:

  • 1992 Melanie Weber (†) und Ingeburg von Löbbecke (†)
  • 1993 Christine Wagner und Hellmut Döring (†)
  • 1994 Helga Kaltofen und Heinz Wegehaupt (†)
  • 1995 Andreas Plischek und Knut Neumann gemeinsam mit Roland Kowar
  • 1996 Gottfried Breutel und Siegfried Engel
  • 1997 Gisela & Werner (†) Meißner und Uwe Ziegs
  • 1998 Erika Wittig und Paul Bojack (†)
  • 1999 Gunther Galinsky und Dr. Werner Eisold 2000 Barbara von Larisch und Siegfried Walther gemeinsam mit Marianne Gross (†)
  • 2001 Ruth Venske und Wolfgang Jobst (†)
  • 2002 Gerda Sommer und Eberhard Männchen (†)
  • 2003 Dr. Günther Knauf und Dr. Werner Lauterbach
  • 2004 Rolf und Erika Wittenberger sowie Dieter Schräber
  • 2005 Kirsten Hutte und Dr. Heinrich Douffet
  • 2006 Gottfried von Herder und Günther Ketschau
  • 2007 Jörg Kuka und Helmut Göhler
  • 2008 Hans-Werner Thümmrich sowie Dr. Ruth Kretzer-Braun und Dr. Johannes Braun
  • 2009 Horst Walther und Gert Umbach
  • 2010 Hermann Fleischer und Josef Sykora

Über 100 Anmeldungen zum Kinderreitfest

Auf der Reitsportanlage Böhl´sche Wiesen vor der Grundmühle werden am 09. und 10. September die Hindernisse etwas tiefer geschraubt. Das zweite Grimmaer Kinderreitfest soll vor allem die Kinder ansprechen, die sich den Reitsport nicht regelmäßig leisten können. Auch die Kleinen, die bisher mit Pferden noch keinen Umgang hatten, sind eingeladen.

Fahneneinmarsch, spannende Freiheitsdressuren und Showtanz: Für Freunde edler Rösser, Lichtshow und Tanzmusik ist die Pferdenacht am Freitag der Garant für jede Menge Spaß. Los geht es 18.30 Uhr mit einen musikalischen Lampionumzug ab der Grundmühle. Nach einer Runde durch Hohnstädt und Ankunft auf den Böhl`schen Wiesen, eröffnet die Schirmherrin und Amtsleiterin Jana Kutscher, um 19.15 Uhr das Fest. Musik, ein Tanzprogramm der Dazzling Flights, das Indianerpferdespektakel von Jörg Diecke und eine Lichtshow krönen den ersten Abend. Den Umgang mit dem Pferd ganz ohne Zügel oder Sattel zeigt die Pferdeflüsterin Ellen Heimrath. Weitere Überraschungen, wie ein von Ponys gezogener Polizeitrabant, sind Bestandteil der ersten Grimmaer Pferdenacht.

Bereits über 100 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren haben sich für die Wettbewerbe des Reitfestes am Sonnabend angekündigt. Der Vormittag wird um 08.00 Uhr mit einem gesunden Frühstück eröffnet. Bestens gestärkt messen sich die Kinder in Dressur-, Spring-, Führzügel-, Longenreiten- und Gelände-Wettbewerben sowie im Voltigieren. Nach den Wettkämpfen erfolgt eine Ehrung der Reiter mit Rang und Namen aus der Region bevor ab 15.00 Uhr ein Kasperletheater aufschlägt. Zur Siegerehrung wird um 17.00 Uhr geladen. „Ziel ist es vor allem, Kindern, die sich das Reiten nicht regelmäßig leisten können, eine Plattform zu geben, ihr Können in niveauvollen Wettbewerben öffentlich zu und gemeinsam präsentieren. Alle Wettkämpfe werden nach den Regeln der Wettbewerbsordnung durchgeführt“, so Mario Rost, Mitinitiator des Kinderreitfestes und Trainer B im Pferdesport. „Wir möchten die Qualität und die Ausbildung im Reitsport fördern. Aus diesem Grund werden auch professionelle Fachrichter vor Ort sein“, so Rost.

Den Rahmen bilden zahlreiche Stände und Vereinspräsentationen, die mit Kinderattraktionen ein buntes Programm auf die Beine gestellt haben. Dies ist der Ausdruck für den Gemeinschaftswillen des Kinderreitfestes, der Grundgedanke dieser Veranstaltung war. Eine Bastelstraße, eine Kindereisenbahn, Löschübungen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hohnstädt oder Ausflüge mit der Kutsche sorgen für Kurzweil. Das Kinder-Lehm-Haus bittet zum Tanz und für Geschwister und Besucherkinder stehen Reitschnuppertouren an. Der Hohnstädter Sportverein stellt eine Torwand auf und der Seesportverein „Albin Köbis“ sowie der Angelverein tummeln sich an der Mulde. Plohni aus dem Vogtländischen Freizeitpark und der OBI-Bieber treffen sich auf den Böhl‘schen Wiesen. Der Hort Hohnstädt lässt altbewährte und traditionelle Kinderspiele, wie Sackhüpfen oder Eierlaufen, aufleben. Streichelzoo, Tierarzt, Kinderschminken, Hufeisenwerfen, Zinnfigurengießen mit den Grimmaer Husaren sowie Süßigkeiten, Getränke, Kaffee und Kuchen sind weitere Stichworte zum Tag.

Unterstützung mit Sachpreisen kündigten auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung und der Bekleidungsausrüster der deutschen Olympioniken, Pikeur, an. Zudem stellt der Bundestrainer und Weltcupsieger in Springreiten, Otto Becker, die hochwertigen Ehrenpreise zur Verfügung.

Bücherausleihe bezieht neues Domizil - Eröffnung am 05. September, 16 Uhr

Die Dürrweitzschener Bücherausleihe ist vom Wasserturm in das Bürgerbüro gezogen. Ab Montag, dem 05. September ist die Ausleihe wieder geöffnet. Jeweils montags von 16.00 bis 18.00 Uhr kann man im neuen Domizil wieder kostenfrei Bücher und andere Medien leihen.

„Wir sind sehr froh, dass wir in den Mehrzweckraum des Bürgerbüros ziehen konnten. Hier finden die Leser ideale Bedingungen vor“, so Jana Kutscher, die sich für den Umzug in das ehemalige Gemeindeamt in der Obstland-Straße 30 stark machte. Zwei Wochen haben die Grimmaer Bibliotheksmitarbeiterinnen Iris Faust, Sybille Kutscher, die Leiterin des Kulturbetriebs Grimma Annett Höhne und die ehrenamtliche Betreuerin aus Dürrweitzschen Ilona Wilsdorf unter den Büchern verbracht. Überholte Fachliteratur und verschlissene Bücher wurden aussortiert. Dennoch, knapp 3.000 Bücher und audiovisuelle Medien zogen in das Erdgeschoss des Bürgerbüros. Zum Repertoire zählen Fachbücher, Kinderliteratur, Romane oder diverse Ratgeber. Auf 50 Quadratmetern präsentiert sich die Ausleihstelle am zentralen Punkt mit freundlichen und frischen Erscheinungsbild. Ein zusätzliches Plus an Bürgerservice. Die Ausleihen sind weiterhin kostenfrei. „Daran möchten wir auch festhalten“, so Kutscher. „Nur den Öffnungstag haben wir noch einmal verändert“. Öffnete die Bücherei früher jeden Mittwoch, werden die Leser jetzt jeden Montag in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr von der ehrenamtlichen Betreuerin Ilona Wilsdorf empfangen. Ihr Engagement wird über die Bürgerstiftung „Wir für Sachsen“ gefördert. Knapp 2.000 Medien gingen im vergangenen Jahr über die Theke, 700 Leser borgten dort Bücher und andere Medien, zum Beispiel Videokassetten, aus.

Einen besonderen Service für alle Lesebegeisterten im ländlichen Raum bietet die mobile Bücherkiste. Diese ist bei jedem Seniorennachmittag mit im Gepäck. Aktuelle Bestseller, Ratgeber oder Romane können gleich vor Ort mitgenommen werden. Wünsche für Bücher nimmt die Seniorenbeauftrage Renate Zweynert unter der Telefonnummer 03437/ 98 58 233 im Vorfeld gern entgegen.

Zur Eröffnung überbringen die zuständige Amtsleiterin Jana Kutscher und Seume-Bibliotheksleiterin Iris Faust die Glückwünsche an die ehrenamtliche Betreuerin Ilona Wilsdorf. Am Eröffnungstag findet ein kleiner Bücher-Flohmarkt statt. Der Erlös kommt der Ausleihstelle für neuen und aktuellen Lesestoff zu Gute.

Mulde-Mosaik als Gastgeschenk für langjährige Partnerstadt

Zur Finanzierung des Gastgeschenkes für die Partnerstadt Bron sucht das Partnerschaftskomitee der Stadt Grimma noch Unterstützer. Eine Kollage, aus einem Mix aus Foto und Malerei, konnte zur Finissage der Ausstellung "Made in Muldental" nicht wie geplant zugunsten des Kinderlehmhauses in Grimma versteigert werden. Um die Kinder nicht zu enttäuschen, musste eine neue Idee her. Bettina Holfter vom Kulturbetrieb Grimma machte den Vorschlag und fand bei den Künstlern Ulrike Hirsch und Silvio Spittler ebenso Anklang, wie bei Rainer Hoidis vom Kinderlehmhaus. „Bürger, Geschäftsleute und Unternehmer, Vereine - wer sich mit Bron verbunden fühlt, sollte sein Scherflein beitragen, damit das wunderschöne Bilder-Mosaik einen Ehrenplatz in einer Kultureinrichtung der Stadt Bron erhält und symbolische Grüße aus Grimma übermitteln kann“, so Bettina Holfter.

Zur Zeit ist das Werk im Grimmaer Bürgerbüro, Markt 17 zu besichtigen. Spenden nehmen die Kolleginnen und Kollegen des Bürgerbüros oder Sieglinde Masche vom Büro des Oberbürgermeisters gern entgegen. Alle Einnahmen kommen dem Förderverein des Grimmaer Kinderlehmhauses zu Gute. Das Bild zeigt den Blick von der Gattersburg auf die Mulde und soll zum Tag der Nationen am 17. September übergeben werden. In diesem Jahr besteht die Städtepartnerschaft zwischen Grimma und französischen Stadt Bron 40 Jahre.

Pilgern auf dem sächsischen Luther-Weg - Grimma präsentiert sich in Torgau

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnet am Dienstag, dem 06. September den ersten Abschnitt des Sächsischen Luther-Weges in Torgau. Vertreter der 22 Städte und Dörfer an denen der Wanderweg liegt, sind im Festgewimmel dabei. So auch die Leiterin des Grimmaer Kulturbetriebes Annett Höhne sowie Michaela Wächter und Klaus Möser vom Kulturbetrieb. Gemeinsam werden sie am Grimma-Präsentationstand für die Stadt werben. Der erste ausgeschilderte Abschnitt ist rund 20 Kilometer lang. Er führt jeweils von Torgau aus Richtung Westen bis Dreiheide und Richtung Süden bis nach Schildau.

Im Jahr 2013 soll der 340 Kilometer lange Rundweg zwischen Bad Düben und Zwickau komplett ausgeschildert sein. Der Weg verbindet Orte in denen der Reformator Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora gelebt oder gewirkt haben oder in denen die Reformation besondere Auswirkungen hatte. So auch an der Klosterruine Nimbschen, in der Luthers Frau Katharina von Bora lebte, als auch an der Klosterkirche, in der Martin Luther mehrfach predigte.

Träger des Lutherweges ist der Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland e. V.“ Der Verband koordiniert die Etappenorte, die Beteiligten aus Kirche und Tourismus und kümmert sich um die Vermarktung.

Für die Beschilderung und die Bekanntmachung des Projektes wurden 800.000 Euro geplant. Die Finanzierung unterstützt das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit rund 660.000 Euro aus der Richtlinie „Integrierte Ländliche Entwicklung“.

Der Sächsische Lutherweg wird Teil des Mitteldeutschen Lutherweges, der heute schon durch Sachsen-Anhalt führt und für Thüringen in Planung steht. www.lutherweg-sachsen.de